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Ellerbek : Große Feier zum 550-jährigen Bestehen

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

400 Bewohner und Gäste feiern in der Harbig-Halle. Besichtigung von Unternehmen. Tolles Kinderprogramm.

Ellerbek | Schon beim Festakt anlässlich der Feiern zum 550. Geburtstag der Gemeinde Ellerbek wurde deutlich, dass die Dorfbewohner gern feiern: Etwa 400 Bewohner und Gäste fanden sich in der Harbig-Halle ein. In seiner Begrüßung betonte Bürgermeister Günther Hildebrand (FDP), dass es das Ziel der Gemeindevertretung sei, den dörflichen Charakter der Gemeinde zu erhalten.

Wie gern sie in Ellerbek wohnen und warum das so ist, berichteten verschiedene Einwohner bei der anschließenden Podiumsdiskussion. Außer den Ellerbeker Urgesteinen Carsten Ramcke und Werner Rechter saßen Kika-Moderatorin Singa Gätgens, Ina Siepker, die vor zwölf Jahren nach Ellerbek zog, und Patrick Lucke, stellvertretender Vorsitzender des Heimatvereins. Als zum ersten Mal der Begriff „Hamburger Speckgürtel“ fiel, griff Hildebrand spontan zum Mikrofon: „Da muss ich eingreifen: Speck ist wenig durchblutet und eher negativ besetzt. Ich spreche deshalb lieber vom Muskelring – ich finde, das trifft es viel besser“, so der Bürgermeister.

„Keine Stadt der Welt zieht mich aus Ellerbek weg“, bekannte Gätgens und erntete tosenden Applaus. Als Verbesserungsvorschlag gab sie den Dorfbewohnern eine Bitte mit auf den Weg: „Ich wünsche mir, dass man sich auf der Straße grüßt – schließlich leben wir hier im Dorf, da gehört das einfach dazu.“

Humorige Anekdoten hatte der ehemalige Rellinger Bürgervorsteher Albert Hatje auf Lager. Er wusste viel Gutes über die Nachbargemeinde und deren Sportverein zu berichten. „Und meine Frau, mit der ich seit 68 Jahren verheiratet bin, habe ich auch in Ellerbek kennengelernt“, so Hatje.

Dem gelungenen Auftakt am Abend folgte die Begrüßungsveranstaltung auf der Festwiese am Schul- und Sportzentrum. Symbolisch ließen Schüler Luftballons steigen. „Heute geht es um Alt und Jung“, erklärte Ruth Bednarski-Köller, Moderatorin der Veranstaltung.

Im Anschluss öffneten 28 Ellerbeker Unternehmen ihre Türen. „Ich hätte nie gedacht, dass die Gemeinde das alles auf die Beine stellen kann. Ich bin platt“, sagte Matthias Holtmann. „Die Resonanz ist toll“, sagte Angelika Quast, Mitarbeiterin beim Lesezirkel Krumbeck.

Als Besonderheit wurden in Unternehmen musikalische Beiträge geboten. Für gute Laune sorgte dabei Ababacar Coly mit seinen Trommeln. „Das ist meine zweite Heimat“, sagte der Senegalese.

Fürs Kinderprogramm war gesorgt: Bei einer Stempelrallye konnten Stempel in zahlreichen Unternehmen sammeln und bei einer Verlosung teilnehmen. Den Hauptpreis gewann Marie. Sie kann sich mit zwei weiteren Personen auf einen Rundflug über Ellerbek freuen.

Am Abend übernahm Gätgens die Moderation. Die Ellerbekerin fragte den Bürgermeister nach seinem Fazit. „Es war grandios. Bei jedem Betrieb war die Resonanz überwältigend“, so Hildebrand. „Die Ellerbeker lechzen nach einer Feier. Ist dies der Anstoß für weitere Veranstaltungen dieser Art?“, fragte Gätgens den Bürgermeister. „Die Besucherzahl zeigt uns, dass es sich gelohnt hat. Mal sehen, wie es weiter geht“, so Hildebrand.

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erstellt am 15.Sep.2014 | 12:00 Uhr

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