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Ferienaktion in Halstenbek : Graffiti- und Stylewriting-Kunst

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Die Helms-Stiftung, das JubA23 und die Ortsjugendpflege finanzieren den kulturellen Workshop.

shz.de von
erstellt am 26.Okt.2017 | 16:00 Uhr

Halstenbek | Zehn Jugendliche aus Halstenbek haben im Zuge des Workshops „Graffiti und Stylewriting“ die Halstenbeker Tunnelunterführung an der Ecke Lübzer- und Gärtnerstraße verschönert. Die Kinder und Jugendlichen zeichneten Schriftzüge und verfremdeten die Buchstaben. „Sie arbeiten konzentriert und begeistert“, erläuterte Ortsjugendpflegerin Daniela Spitzar.

Mit ihrer künstlerischen Erfahrung begleitete Spitzar die Beteiligten dabei, das Vorhaben zu planen und umzusetzen. Sie unterstützte die Jugendlichen in doppelter Funktion: als Ortsjugendpflegerin der Gemeinde als auch im Zuge des unter ihrer Aufsicht laufenden Projekts „Kunst im öffentlichen Raum“. Sie regte die Jugendlichen an, großformatig Buchstaben mit dem Körper nachzustellen, abzuzeichnen und mittels Acrylfarbe und Pinsel aufs Papier zu bringen. „Es ist generell cool, Graffiti-Kunstwerke zu kreieren“, sagte Victor Ulbricht (14) erfreut. Er helfe gern mit, die „Stadt zu verschönern“. „Es ist klasse, dass die Kunst hier jeder sehen kann“, sagte Ulbricht.

Ziel des Workshops ist es, mit Buchstaben und Formen im Allgemeinen zu spielen und „sich selbst“ als gestaltend erfahren zu können. Die Teilnehmer lernen, gemeinsam an einem großen Projekt zu arbeiten und zusammen ein ganzheitliches Ergebnis zu kreieren.

Die Bürgerstiftung Bruno-Helms aus Halstenbek finanzierte das Vorhaben für die Nachwuchskünstler mit insgesamt 2000 Euro. Die Ortsjugendpflege schoss noch einmal 1000 Euro-, das JubA 23.500 Euro hinzu. „Wir sind dankbar, dass wir den Beteiligten so ein tolles Projekt mit Kosten in Höhe von 3500 Euro beitragsfrei ermöglichen können“, erläuterte Daniela Spitzar. Beate Büchner von der Bruno-Helms-Stiftung betonte, dass ihre Einrichtung gern die Kreativität von Jugendlichen in Halstenbek unterstützte. „Es ist super, dass es so etwas gibt“, sagte JubA 23-Leiter Freimut Falk.

Die Mädchen und Jungen sehen während des Projektverlaufs Filme über Graffiti in New York und arbeiten an den Entwürfen für die Tunnelunterführung. Die Jugendlichen grundieren die Wände des Tunnels eigenhändig und realisieren unter Anleitung von Lukas Krämer die Entwürfe. „Bei Graffiti-Arbeiten entwickeln sich die Jugendlichen in ihrer Ausdrucksform kontinuierlich weiter“, sagte Krämer. Er sei sehr dankbar, dass es ein solches Vorhaben in Halstenbek gebe. Es sollte in der Gemeinde vermehrt Raum, wie beispielsweise in Bönningstedt und Pinneberg, geschaffen werden, um derartige Projekte zu realisieren.

Krämer ist Student an der Hochschule für bildende Künste (HFBK) in Hamburg und hat bereits vergleichbare Vorhaben mit Jugendlichen erfolgreich umgesetzt. Der ehemalige WoBo-Schüler schuf im Zuge eines Vortrags im JubA 23 eine theoretische Grundlage fürs kreative Schaffen. Er erklärte, auf welche Weise modernes Graffiti in New York entsteht und wie für die Kunstform übliche Techniken, beispielsweise mittels Schablonen, umgesetzt werden. Interessierte können das Werk, je nach Wetterlage, am Wochenende bestaunen.

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