Gott in der Natur begegnen

Organisatoren: Maren Schulz (von links), Pastor Frank Schüler und Sabine Leuchtmann.
Organisatoren: Maren Schulz (von links), Pastor Frank Schüler und Sabine Leuchtmann.

Am Sonntag, 3. Juni, findet die zweite ökumenische Pilgertour in Appen statt / Knapp zehn Kilometer durch Feld- und Wiesenwege

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29. Mai 2018, 16:00 Uhr

Manch einer mag meinen: Pilgern ist doch nichts anderes als Wandern. Doch Sabine Leuchtmann und Maren Schulz können darüber nur den Kopf schütteln. „ Es geht um mehr als bloß durch die Natur zu stiefeln“, sagt Leuchtmann und fügt an: „Es ist auch eine Art Selbstfindungsprozess.“ Ihre Freundin Schulz unterstützt diese Aussage: „Man lernt sich selbst kennen.“

Die beiden Frauen müssen es wissen, sind sie doch leidenschaftliche Pilgerer. Quer durch Norddeutschland und einen der Jakobswege in Spanien sind sie bereits gelaufen. „Wir hatten deshalb die Idee, so etwas auch mal bei uns im Dorf anzubieten“, erklärt Leuchtmann den Gedanken hinter der ökumenischen Pilgertour durch die Gemeinde Appen, die am Sonntag, 3. Juni, zum zweiten Mal stattfindet.

Nach einem Telefonat mit dem Appener Pastor Frank Schüler war schnell klar: Die Tour wird wieder auf die Beine gestellt. „Im vergangenen Jahr sind wir mit 30 Menschen durch die örtlichen Felder und Wiesen gepilgert“, berichtet Schüler. Die örtlichen Felder und Wiesen, das ist vor allem die an die Gemeinde angrenzende Feldmark. Gestartet wird am Sonntag ab 12 Uhr am Gemeindehaus der St Johannes-Kirchengemeinde, Opn Bouhlen in Appen. Bevor losgestiefelt wird, gibt es einen Pilgersegen, den Pastor Schüler sprechen wird. Anschließend geht es dann durch den Krähenkamp Richtung Feldmark. Etwa zehn Kilometer soll die Tour über Wirtschafts- und Feldwege zurück zum Gemeindehaus führen. „Jeder läuft dabei sein eigenes Tempo und kann selbst entscheiden, wie weit er pilgern möchte“, erklärt Leuchtmann. Es gehe schließlich um die „Möglichkeit der Besinnung“ und nicht darum, einen Wettbewerb zu gewinnen, wie Pastor Schüler erläutert.Während der Tour wird es immer wieder Pausen geben. „Mal zum Verschnaufen, mal um an ein paar schönen Stellen zu verweilen“, wie Schüler sagt. „Und wer weiß, vielleicht begegnen wir ja auch Gott in der Natur.“

Man begebe sich auch ein wenig auf die Suche nach dem Ort zwischen Himmel und Erde, wie der Pastor verrät. So wie es damals zwei Mönche getan haben sollen, die aus ihrem Kloster auszogen, um jenen Ort zu suchen – und ihn letztlich zurück in ihrem Kloster fanden. So zumindest die Kurzfassung des Pilger-Ursprungs. Am Gemeindehaus angekommen gibt es dann für die Teilnehmer noch die Möglichkeit, bei Kaffee und Kuchen ins Gespräch zu kommen – sofern das nicht bereits während der Pilgertour passiert ist. Wenn es nach Leuchtmann und Schulz geht, höre „Pilgern aber nie ganz auf“. Ihre Erfahrung habe gezeigt, dass solche Touren einen verändern und motivieren, um neue Wege zu bestreiten.

Eine Anmeldung für die Tour ist nicht nötig. Wer Fragen hat, kann sich unter (0 41 01) 20 47 63 beim Pastor melden.

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