Gläubige strömen in den Pfingstwald

„Eine schöne ökumenische Aktion in toller Atmosphäre“, sagte Theresa Mönkehaus, die den Gottesdienst im Pfingstwald mit ihren Kindern besuchte.
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„Eine schöne ökumenische Aktion in toller Atmosphäre“, sagte Theresa Mönkehaus, die den Gottesdienst im Pfingstwald mit ihren Kindern besuchte.

Angehörige von Kirchen verschiedener Konfessionen zelebrieren ökumenischen Gottesdienst / Kanada steht als Land im Mittelpunkt

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11. Juni 2014, 12:02 Uhr

Schöner hätten die Voraussetzungen nicht sein können: Die Sonne schien und die Vögel zwitscherten fröhliche Lieder, als sich die 300 Besucher des ökumenischen Gottesdienstes im Pfingstwald versammelten. Seit mehr als 15 Jahren lädt die Martin Luther Kirchengemeinde Quickborn Heide ein, um mit anderen Glaubensgruppen gemeinsam Pfingsten zu feiern. Viele der Gläubigen aus den Gemeinden Quickborn, Ellerbek, Bönningstedt und Hasloh waren nicht zum ersten Mal bei der Open Air-Veranstaltung dabei.

„In jedem Jahr kommt der Gottesdienst-Ablauf aus einem anderen Land. Heute ist Kanada an der Reihe“, erklärte Pastor und Mitorganisator Stefan Durst von der Martin Luther Kirchengemeinde Quickborn-Heide die Besonderheit seiner diesjährigen Predigt. Darin nahm er Bezug auf den ersten Korinther-Brief und stellte die Frage „Ist Christus zerteilt?“. „Die Gemeinsamkeiten treten oft in den Hintergrund“, führte der Geistliche weiter aus. „Aber der Glaube an Jesus Christus vereint uns alle, denn es gibt nur den einen Herrn.“

In Anlehnung an ein uraltes Ritual der indigenen Völker Kanadas wendeten sich die Anwesenden beim Gebet in alle vier Himmelsrichtungen. Musikalisch bereichert wurde der Gottesdienst von einer Band, dem Posaunenchor, einem Gospelchor und einem gemischten Chor. Nach der einstündigen Andacht gab es dann Suppe und Getränke.

Die daraus resultierenden Erlöse gehen genau wie die Kollekte an die Einrichtung „Sternberg“ der Brüdergemeinde bei Ramalla im Westjordanland. Diese kümmert sich um Kinder und Jugendliche mit geistiger Behinderung, indem sie die jungen Menschen auf das Erwachsensein vorbereitet. Außerdem setzt sich die Einrichtung dafür ein, die Lebensbedingungen der Menschen mit Behinderung im Westjordanland zu verbessern. „Ich freue mich, dass wir der Einrichtung etwa 870 Euro überreichen können“, gab Pastor Durst gestern Nachmittag bekannt.

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