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Pinneberger Tageblatt

22. November 2017 | 00:21 Uhr

Kreis Pinneberg : Gewerbeflächen werden knapp

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Die Stimmung der Wirtschaft im Kreis ist derzeit gut. In Zukunft gilt es jedoch, Herausforderungen zu meistern.

shz.de von
erstellt am 08.Apr.2014 | 16:00 Uhr

Kreis Pinneberg | Für den Bezirk Kiel der Industrie- und Handelskammer (IHK) ist der Kreis Pinneberg ein wichtiger Standort. Mit 17.687 Unternehmen aus 17 verschiedenen Wirtschaftszweigen – vom Zweig „Bergbau, Gewinnen von Steinen, Erde“ bis zum Zweig „Wirtschaftliche Dienstleistungen“ – kommen 28 Prozent der Unternehmen des gesamten IHK-Bezirks aus diesem Kreis.

Zudem ist Pinneberg nach Stormarn der Kreis mit der zweithöchsten Industriedichte in Schleswig-Holstein – von 1000 Einwohner sind dort 55 in der Industrie beschäftigt. Diese Branche sei für Schleswig-Holstein besonders wichtig, sagte IHK-Geschäftsführer Jörg Orlemann. Denn die Industrie stabilisiere die konjunkturelle Entwicklung und helfe dabei, dass sich die Wirtschaft in Schleswig-Holstein auch künftig postitiv entwickelt.

Die wirtschaftliche Lage im Kreis Pinneberg ist eigentlich – wie auch in Schleswig-Holstein – derzeit positiv zu sehen. Mehr als 20 der dort ansässigen Unternehmen sind in ihrem Bereich Weltmarktführer oder haben zumindest einen hohen Anteil auf dem Weltmarkt. Zudem liegt die Arbeitslosenquote im Kreis mit derzeit 5,7 Prozent deutlich unter dem Landesdurchschnitt von 7,3 Prozent.

Doch obwohl die Entwicklung der Wirtschaft von den Unternehmern des IHK-Bezirks Kiel derzeit positiv gesehen wird, gibt es einige Themen, die ihnen Sorge bereiten – die „Wolken am Konjunkturhimmel“, als solche bezeichnet die IHK sie in einem Vermerk.

Zu diesen „Wolken“ zählen die steigenden Energie- und Rohstoffpreise, aber auch die Herausforderungen im Bereich der Infrastruktur, mit denen die Region in den kommenden Jahren konfrontiert wird. Für den Kreis Pinneberg sieht Paul Raab, Leiter der IHK-Zweigstelle Elmshorn, jedoch noch ein weiteres Feld, in dem dringend Handlungsbedarf besteht. „Wir benötigen unbedingt mehr Gewerbeflächen“, sagte er im Gespräch mit dieser Zeitung. Für die kommenden sechs bis sieben Jahre reichten die bisher ausgeschriebenen Flächen noch, doch dann sehe es düster aus. „Es muss jetzt damit begonnen werden, neue Gewerbeflächen zu entwickeln“, sagte Raab. Denn die Planung eines solchen Gebiets könne mehrere Jahre dauern. „Wenn wir im Kreis Pinneberg keine neuen Gewerbeflächen anbieten können, besteht die Gefahr der Abwanderung, auch der großen Unternehmen“, sagte Raab. Für diese bestehe dann nicht mehr die Möglichkeit, ihren Standort zu erweitern. Östlich Hamburgs gebe es diese, Unternehmen könnten abwandern.

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