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Zwischenbilanz der Ernte : Getreideerträge im Durchschnitt

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

shz.de von
erstellt am 06.Aug.2015 | 09:57 Uhr

Kreis Pinneberg | Auf den Feldern der Region sind die Mähdrescher unterwegs. Die Bauern ernten ihr Getreide. Qualität und Menge hängen entscheidend vom Wetter der kommenden ein bis zwei Wochen ab.

„Jetzt sind Roggen und Weizen dran. Wir hoffen auf Trockenheit. Wird es feucht und warm, könnte die Ernte unterdurchschnittlich ausfallen“, sagt Werner Kruse aus Heede. Probleme gebe es auch mit dem Raps, der unter einer Wurzelkrankheit gelitten habe. Die Ernte der Wintergerste dagegen sei gut gewesen. Matthias Kühl aus Groß-Offenseth bleibt entspannt. Er ist Landwirt und Lohnunternehmer und mit seinen Maschinen im ganzen Kreis Pinneberg unterwegs. „Es wird weder Spitzenerträge noch Totalausfälle geben. Alles in allem ist es okay“, sagt Kühl.

Eher mau waren auch die Spargelerträge, wie Georg Kleinwort, Vorsitzender des Kreisbauernverbands Pinneberg sagt. Sie lagen demnach etwa 60 Prozent unter dem Durchschnitt. Wirtschaftlich haben die Spargelbauern im allerdings nur eine geringe Bedeutung. Es gibt lediglich drei Betriebe: in Wedel, Tornesch und Klein Nordende.

Für die Obstbauern, die Süßkirschen und Erdbeeren verkaufen, sei es ein gutes Jahr gewesen, sagt Kleinwort. Die Apfelernte dagegen werde wohl deutlich unter dem Durchschnitt liegen. „Wir werden nur etwa 70 Prozent einer Normalernte haben. Im vergangenen Jahr gab es allerdings überdurchschnittliche Erträge. Deswegen können wir insgesamt noch zufrieden sein.“

Im Kreis Pinneberg gibt es laut dem Kreisbauernverband 36.000 Hektar landwirtschaftliche Fläche. Das sind etwa 52 Prozent der gesamte Kreisfläche. Davon seien 16.000 Hektar Grünland, 15.000 Hektar Acker, 3500 Hektar Baumschulen und 360 Hektar Obstbau. Etwa 5500 Hektar des Ackerlands werde für den Anbau von Mais genutzt.
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