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Anstoss - Die HSV-Kolumne : Gesucht: Der neue starke Mann

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

In der Ruhe steckt die Kraft - doch die gibt es beim HSV schon seit langem nicht. Ob Otto Rieckhoff da der richtige Mann zur richtigen Zeit ist, ist fraglich. Kolumnist Oliver Carstens hat seine Zweifel.

Das Konzept von Otto Rieckhoff sieht auf den ersten Blick verlockend aus. Weg mit den Nörglern, Schluß mit den Intrigen und her mit Sachverstand und Investoren, die den HSV langfristig nach Europa und sogar zur Meisterschaft führen. Doch so einfach, wie Rieckhoff das Konzept vorstellt, ist es eben nicht. Die Ausgliederung der Profiabteilung ist kein Allheilmittel. Sie kann gut gehen. Dass es funktioniert, dafür ist Hannover 96 ein Paradebeispiel.

Nachdem Martin Kind 1998 neuer Präsident wurde, trieb er die Ausgliederung voran. Aus dem Fahrstuhlclub, der mehr durch Streit als sportliche Erfolge auffiel, ist ein ambitionierter Bundesligist geworden, der zu den festen Anwärtern auf einen Europapokalplatz gehört.

Doch bem HSV ist alles anders. Denn auch in Rieckhoffs Konzept ist eben kein starker Mann nach Kindschem Vorbild vorgesehen. Und die Mitglieder des HSV werden auch weiterhin mitreden wollen. Ohne diesen starken Mann jedoch, der die Zügel fest in der Hand hält, ist auch eine Ausgliederung nicht das richtige Rezept. Was dem HSV fehlt, ist keine neue Struktur, sondern endlich mal Ruhe und Geduld.

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erstellt am 09.Sep.2013 | 15:21 Uhr

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