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Hockey in Pinneberg : Gespräche mit Umland laufen schon

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Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Standortsuche für Kunstrasen-Hockeyplatz: VfL Pinneberg möchte bis zum Herbst eine verlässliche Antwort von der Stadt.

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erstellt am 18.Aug.2015 | 10:00 Uhr

Es ist fünf vor zwölf: Sollte die Standortfrage für den Kunstrasen-Hockeyplatz bis Herbst nicht geklärt sein, besteht die Gefahr, dass viele Mitglieder die Hockeyabteilung des VfL Pinneberg verlassen werden. Von diesem Szenario geht Uwe Hönke, Geschäftsführer des VfL, aus. „ Dann gibt es eine Abstimmung mit den Füßen“, sagt er.

225 Mitglieder hat die Hockeysparte aktuell: Während die Kinder und Jugendlichen auf dem Golfpark Weidenhof in Pinneberg trainieren, weichen die Erwachsenen mangels eines geeigneten Trainingsplatzes auf andere Spielgemeinschaften beispielsweise nach Blankenese aus. „Doch zum Ende der Hockeysaison ist damit Schluss. Dann sind die Pinneberger Spieler aufgefordert, dem Verein beizutreten oder in die Kreisstadt zurückzugehen. Dann müssen die Spieler wissen, woran sie in Pinneberg sind“, sagt Hönke.

Seit etwa sieben Jahren wird über die Standortfrage des Kunstrasenplatzes diskutiert. Vor etwa einem Jahr ist der VfL Pinneberg mit Vorstand, Geschäftsführung und Hockeysparte erneut auf die Verwaltung zugegangen. Jetzt hat die Stadt, die für eine Fläche sorgen sollte, einen Standort in Pinneberg-Süd vorgeschlagen.

Doch das Areal im Sport- und Erholungsgebiet An der Raa liegt teilweise im geschützten Biotop. Ein Gutachten soll klären, ob eine Realisierung in Frage kommt.

Doch der VfL „spielt“ zweigleisig: „Es laufen Gespräche mit dem Umland. Wir sind es den Mitgliedern schuldig, nach Alternativen zu suchen“, sagt Hönke. Welche Kommunen in Frage kommen, möchte der VfL-Geschäftsführer nicht verraten. Aber von den Hockeyspielern würde es wohl keine Klagen geben, denn viele kämen auch aus den Umlandgemeinden wie Halstenbek oder Borstel-Hohenraden.

Ein Konzept hat der VfL bereits vorgelegt: Ziel ist es, ein Hockey-Zentrum mit intensiver Einbindung ortsansässiger Schulen im Herzen Pinnebergs aufzubauen – eine sportliche Visitenkarte für den Standort soll entstehen. „Durch die Hamburger Olympiabewerbung bekommt dieses Konzept rund um die erfolgreichste deutsche Mannschaftssportart bei Olympia noch einmal einen besonderen Impuls“, führt Hönke auf. Zentraler Bestandteil sei der Kunstrasenplatz, der in Zeiten schwieriger finanzieller Bedingungen der Stadt partnerschaftlich von Verein, Bürgern und Unternehmen finanziert würde, sagt Hönke.

Die Resonanz sei überwältigend. „Etwa 25.000 Euro liegen auf dem Spendenkonto“, berichtet er. Hinzu kommen „Letters of Intent" , also Absichtserklärungen von Spendern. „Die haben wir schwarz auf weiß“. Aber auch mündliche Zusagen habe er, so dass Hönke von etwa 60.000 Euro an realen und fiktiven Spendengeldern ausgehen kann. Zuletzt gab es 1500 Euro von dem Pinneberger Bauunternehmen Groth. Sollte ein Standort feststehen, geht Hönke von einer Initialzündung aus, die noch mehr Spender motivieren wird. Und weiter: „Ich rechne mit 300 neuen Mitgliedern.“

„Wir brauchen einen ganzen Platz, um Heim- und Punktspiele ausrichten zu können.“ Die Herstellungskosten betragen etwa 270.000 Euro bei einer holländischen Bauweise. „Entsprechende Angebote liegen vor“, sagt Hönke.

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