Gespendete Computer sorgen für Freudentränen

Projektmitarbeiter Jens-Peter Kautz prüft jeden  Rechner auf Herz und Nieren. gam
Projektmitarbeiter Jens-Peter Kautz prüft jeden Rechner auf Herz und Nieren. gam

Avatar_shz von
03. Juli 2013, 01:14 Uhr

Kreis Pinneberg | "Bei uns werden die Computer wieder lebendig, die sonst vielleicht auf dem Dachboden vergammeln", sagt Karl-Heinz Malorny, Leiter der gemeinnützigen Gesellschaft für Jugend- und Suchthilfe (gGJS) in Elmshorn. Das Projekt "Computer - spenden!" bereitet ausrangierte Rechner für Menschen mit wenig Einkommen auf. Das Problem: Die Nachfrage ist groß und das Projekt hat nicht genügend Geräte parat. "Aktuell warten 25 Leute auf einen PC , um Bewerbungen zu schreiben oder mal etwas zu recherchieren", berichtet Malorny weiter. Die Wartezeit betrage bis zu vier Monate.

Trotz der wenigen Rechner ist es eng in der Küche der gGJS, die Projektmitarbeiter Jens-Peter Kautz als Arbeitsplatz dient. Auf einem großen Tisch stehen verschiedene Rechner, Einzelteile liegen herum: "Meist heißt es aus drei macht ein, da einige gespendete Rechner in einem schlechten Zustand sind", berichtet Kautz.

Um die Wartezeit zu verkürzen und auch mehr Menschen mit geringem Einkommen mit einem Computer zu versorgen sind Malorny und Kautz auf der Suche nach Firmen oder Privatleuten, die ihre alten Geräte spenden wollen. "Die Rechner sollten höchstens das Baujahr 2004 haben, wir sind schließlich kein Entsorgungsinstitut", betont Kautz. Auch Zubehör wie Monitore, Tastaturen und Mäuse sowie Drucker werde dringend benötigt.

"Wir holen die Rechner gern kreisweit ab", so der Projektmitarbeiter. In Elmshorn löscht Kautz dann die Daten von der Festplatte und richtet ein Linux-Betriebssystem ein. Bei der Übergabe eines funktionstüchtigen Geräts würden oft Tränen fließen. "Die Leute freuen sich sehr", so Kautz. Spender können sich montags, dienstags und freitags zwischen 10 und 14 Uhr telefonisch unter (0176) 53 79 32 41 oder per E-Mail an computer- spenden@gmx.de bei Kautz melden.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen