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Integrationsprojekt in Halstenbek : Geschickte Hände beim Tüfteln

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Das Team aus Ehrenamtlichen und Flüchtlingen repariert das 100. Fahrrad. Asylbewerber nutzen Mobilität.

shz.de von
erstellt am 26.Jan.2016 | 17:45 Uhr

Halstenbek | Die Mitglieder der Fahrradwerkstatt im JubA  23 haben das 100. Fahrrad für einen der Halstenbeker Flüchtlinge fertig stellen können. „Wir sind den Halstenbekern für ihre Spendenbereitschaft sehr dankbar“, bilanzierte der Leiter der Werkstatt, Juan Pablo Serra. Ein solches Projekt sei nur infolge des starken Engagements der Bürger zu realisieren. „Vorausgesetzt, die Zahl von 220 Halstenbeker Flüchtlingen ist noch aktuell, hat hier inzwischen jeder zweite Flüchtling ein Fahrrad“, erläuterte Werkstatt-Tüftler Jürgen Malke.

Auch über kleine Geldspenden – wie beispielsweise von der Kita Erlöserkirche – freut sich das Team. Die Kinder hatten durch den Verkauf von Spielzeug 206 Euro eingenommen und gespendet. Die Mitarbeiter der Fahrradwerkstatt benötigen dennoch weitere Spenden. „Wir können leicht zu reparierende Fahrräder gebrauchen“, so Malke. Die Zweiräder können immer donnerstags in der Zeit von 16 bis 18 Uhr im JubA23 in der Grund- und Gemeinschaftsschule an der Bahnhofstraße vorbeigebracht werden.

Ein in der Regel fünfköpfiges Team aus Ehrenamtlichen und Flüchtlingen hilft donnerstags, die Fahrräder in einen verkehrssicheren Stand zu versetzen. Mit Hilfe eines Fahrrad-Selbsthilfe-Zettels werden Flüchtlinge in die Lage versetzt, ihre Zweiräder zu reparieren. Erklärungen gibt es in diversen Sprachen, darunter Farsi, Arabisch, Albanisch, Russisch und Deutsch. Wer Hilfe benötigt, erhält Rat und tatkräftige Unterstützung des Teams. „Die Werkstatt ist ein Erfolgsmodell“, so Juan-Pablo Serra. Denn es sei gelungen, die Flüchtlinge an das Jugendzentrum zu binden.

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