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Pinneberger Tageblatt

21. Oktober 2017 | 03:46 Uhr

Ellerbek : Gesang und Tanz für den guten Zweck

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Benefizveranstaltung hilft Hamburger Hospizdienst.

shz.de von
erstellt am 18.Nov.2014 | 14:00 Uhr

Ellerbek | Es ist für Margit Schlüter eine Herzensangelegenheit: Bereits zum zweiten Mal veranstaltete die Ellerbekerin ein Benefizkonzert in der Friedenskirche zu Gunsten des Hamburger „Familienhafens“, einem ambulanten Kinderhospizdienst. „Wir unterstützen Familien, die mit den Schattenseiten des Lebens kämpfen müssen. Entscheidend ist für uns, dass das Leben nach einer schlimmen Diagnose nicht aufhört. Besonders nicht für die Familie der Betroffenen“, sagte Uwe Sanneck, stellvertretender Vorsitzender. Insgesamt kamen durch Spenden 643,60 Euro zusammen. „Das ist kein riesiger Spendenbetrag, aber trotzdem eine schöne Summe. Die Hauptsache ist für mich sowieso, dass der Familienhafen wahrgenommen wird“, so Schlüter.

Auch Pastorin Christine Guse betonte vor den etwa 200 Gästen die Wichtigkeit einer solchen Veranstaltung. „Mit Hilfe des Familienhafens werden Leid und Tod verarbeitet, was sich vorher niemand freiwillig ausgesucht hat.“

Unter dem Motto „Kinder musizieren für Kinder“ gestalteten zahlreiche Nachwuchsmusiker den Nachmittag. Mit dabei waren das Jugend-Gitarren-Orchester Hamburg, das Kinder-Harfen-Ensemble „Saitenklang“ der Musikschule Pinneberg, Kinder der Paticon Bühnenreif aus Pinneberg sowie der Kinderchor der Bönningstedter Liedertafel Harmonie.

Von Paticon bühnenreif traten einige Solisten sowie eine Breakdance-Gruppe auf. Marie (12) sang das Lied „Kinder dieser Welt“ und Katja (11) „Engel ohne Flügel“. Beide erhielten für ihre Darbietungen tosenden Applaus. Die Moderation übernahmen auch in diesem Jahr Schlüter und Boris Wulff. „Es war einfach großartig“, lautete Wulffs Resultat der Veranstaltung.

„Die  Planung und Durchführung einer solchen Veranstaltung ist anstrengend, aber man bekommt unglaublich viel zurück“, sagte Schlüter im Gespräch mit dieser Zeitung. Das Fazit von Schlüter: „Tolle Künstler, tolles Publikum und eine tolle Stimmung. Es ist alles super gelaufen.“

Nach der Diagnose einer unheilbaren Erkrankung erleben Kinder, Jugendliche und ihre Familien eine vollkommen neue Lebenssituation. Etwa 500 erkrankte Kinder leben im Hamburger Raum. Der Familienhafen bietet eine Betreuung für die Jungen und Mädchen oder jungen Erwachsenen bis 27 Jahren sowie für die Eltern oder Geschwister der Betroffenen an. Dafür sind sogenannte Lotsen zuständig. Sie sind ehrenamtliche Mitarbeiter. Wie und wie oft betreut wird, wird individuell mit den Familien vereinbart. Alle Ehrenamtlichen Mitarbeiter sind auf ihre Aufgabenbereiche vorbereitet und geschult.
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