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Schul-Allianz Pinneberg : Genervte Eltern auf dem Sprung nach Kiel

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Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Sanierungsstau: Jetzt sprechen die Eltern im Ministerium vor. Sie wollen klare Zusagen bezüglich notwendiger Millionen-Kredite.

shz.de von
erstellt am 29.Aug.2014 | 12:00 Uhr

Pinneberg/Kiel | Baumängel, Platznot, schlechte Arbeitsbedingungen für Schüler und Lehrer: Seit Januar 2014 kämpft eine Pinneberger Schul-Allianz für die umfassende Sanierung der Bildungseinrichtungen im Stadtgebiet. Genervte Eltern wollen sich jetzt auch in Kiel Luft machen. Am Mittwoch, 3. September, steuern sie die Landeshauptstadt an. Dann besucht eine Delegation das Bildungsministerium. Ziel der Schul-Allianz: Klare Zusagen bezüglich notwendiger Millionen-Kredite.

Die aufzunehmen, wird nötig sein, um Pinnebergs marode Schulen fit zu machen. 34,5 Millionen müssen bis 2018 in die Gebäude gesteckt werden – diese Summe weist ein 2013 fertig gestellter Sanierungsplan aus. Problem nur: Pinneberg ist mit rund 100 Millionen Euro verschuldet. Aus diesem Grund schlüpfte die Kreisstadt unter den finanzpolitischen Rettungsschirm. Der beschert Pinneberg Jahr für Jahr Finanzspritzen aus Kiel. Im Gegenzug hat sich die Politik verpflichtet, eisern zu sparen – und über Ausgaben sowie Kreditaufnahmen dezidiert Rechenschaft abzulegen.

„Die Umsetzung des Sanierungsplans ist alternativlos“, sagt Ulrike Graefen, Sprecherin der Schul-Allianz. Es müsse darum gehen, den Bereich Bildung aus dem Rettungsschirm auszuklammern. „Wir fordern eine klare Perspektive für unsere Kinder.“ Es könne nicht von Eltern , Lehrern und Schülern erwartet werden, dass sie Jahr für Jahr zitterten. „Es geht um ein würdiges Umfeld und Chancengleichheit im Bereich Bildung“, sagt Graefen.

Für Montag, 15. September, lädt die Pinneberger Schul-Allianz zu einer öffentlichen Podiumsdiskussion ein. Für diesen Tag werden Bundestags- und Landtagspolitiker in der Aula der Theodor-Heuss-Schule erwartet. Auch Vertreter des Bildungsministeriums waren eingeladen. Einer Absage aus Kiel war dann die Einladung zu dem Besuch der Pinneberger in Kiel gefolgt. Bürgermeisterin Urte Steinberg und Uta Holst Timm, Sprecherin der Schulleiter, werden die Delegation in die Landeshauptstadt begleiten. „Wir hoffen, dass uns ein Weg aus dem Dilemma aufgezeigt wird“, so Graefen.

Die Pinneberger Schul-Allianz nimmt Volksvertreter in die Pflicht. Für Montag, 15. September, ist eine Podiumsdiskussion in der Theodor-Heuss-Schule geplant. Eingeladen werden Bundestags- und Landtagsabgeordnete. Ab 20 Uhr wird diskutiert. Die Fragestellung: „Marode Schulen in Pinneberg – darf Bildung unter dem Rettungsschirm leiden?“
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