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Hasloh : Gemeinschaftsschule Rugenbergen: Das große Zahlenspiel

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Vorläufige Abrechnung für 2013 liegt vor. Hasloh hat zu viel an für die Schule Rugenbergen gezahlt. Die Überweisung an VHS war ebenfalls zu hoch.

Hasloh | Die Beschlussvorlage der Quickborner Verwaltungsgemeinschaft war druckfrisch und barg gleich mehrere Überraschungen für die Hasloher Gemeindevertreter. Erstmals wurden Zahlen vorgelegt, aus denen hervorging, ob und wie viel die Gemeinde zu viel an Abschlagszahlungen für die Bönningstedter Gemeinschaftsschule Rugenbergen und die Volkshochschule (VHS) geleistet hatte.

Grund zur Freude gab es dabei, was die (VHS) angeht: Für das Jahr 2013 waren insgesamt 26.675 Euro im Voraus bezahlt worden – 12.425 zu viel, wie sich bei der Abrechnung herausstellte. Der vom Amt Pinnau berechnete Zuschussbedarf für 2014 beträgt für Hasloh 11.588 Euro – unterm Strich eine Überzahlung von 836 Euro. „In diesem Jahr ist somit keine Auszahlung mehr notwendig“, sagte Bürgermeister Bernhard Brummund (SPD).

Anders sieht es bei der Gemeinschaftsschule aus. Die Summe der Abschlagszahlungen für 2013 betrug 183.325 Euro. Nach der vorläufigen Abrechnung ergibt sich eine Überzahlung von 33.853 Euro, die mit den Vorauszahlungen für 2014 verrechnet werden soll. In der Kalkulation sollte Hasloh für das laufende Jahr 140.614 bezahlen. Bislang hat die Gemeinde an den Schulträger – das Amt Pinnau – 80.166 Euro überwiesen. „Damit bleibt unter Berücksichtigung der Überzahlung aus 2013 eine Vorauszahlung von 26.595 Euro“, sagte Brummund. Sobald die Übergangsvereinbarung, die die Finanzierung der Schule bis zur Gründung der Schulzweckverbands regelt, von den drei beteiligten Gemeinden Ellerbek, Hasloh und Bönningstedt unterzeichnet wurde, soll diese Zahlung angewiesen werden. Einstimmig befürworteten die Gemeindevertreter die vorliegende Fassung der Vereinbarung. Als Zeitpunkt der vierteljährlichen Vorauszahlung einigten sich die Politiker auf die Mitte des Quartals.

Vermutung: Quickborn und Ellerau zahlen zu wenig

Ein weiterer Aspekt sorgte bei den Gemeindevertretern für Kopfschütteln und Stirnrunzeln: Die Schulkostenbeiträge – also das Geld, das etwa Quickborn und Ellerau dafür zahlen, dass Schüler ihrer Kommunen die Bönningstedter Schule besuchen. „Es ist davon auszugehen, dass die Höhe der 2012 und 2013 geforderten Schulkostenbeiträge von Dritten um mindestens 600 Euro pro Schüler zu niedrig angesetzt worden ist“, heißt es in der Beschlussvorlage.

Grund hierfür sei die Änderung der Berechnung im Jahr 2012, erläuterte Ralf Gercken von der Quickborner Verwaltungsgemeinschaft. Wurde bislang eine Pauschale gefordert, trete nun die sogenannte Vollkostenrechnung in Kraft. „Damit können die tatsächlichen Kosten für den Unterhalt der Schule angesetzt werden“, so Gercken. Dies sei jedoch deutlich komplexer in der Berechnung, weil jede Ausgabe daraufhin betrachtet werden müsse, ob sie umlagefähig sei oder nicht.

„Laut Schulgesetz kann die rückwirkende Berechnung bis zu vier Jahre im Nachhinein erfolgen“, sagt Gercken. Das bedeutet für die Trägergemeinden, dass Einnahmen in sechsstelliger Höhe im Nachhinein geltend gemacht werden können. Und damit die Kosten für die Trägergemeinden deutlich niedriger sind als bisher angenommen. Die so entstehende Entlastung der Haushalte der Trägergemeinden dürfte höchst willkommen sein.

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erstellt am 07.Nov.2014 | 16:00 Uhr

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