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Kunst trifft auf Industrie : Gemeinsamer Katalog der Künstlergilde und der IHK

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Buchveröffentlichung: Die Künstlergilde realisiert gemeinsam mit der IHK einen Katalog.

Pinneberg | Die Künstlergilde Pinneberg ist an einem spannenden von der Industrie- und Handelskammer (IHK) finanzierten Buchprojekt beteiligt. Das Werk beleuchtet Industriebetriebe aus künstlerischer Sicht und soll Mitte des Jahres 2018 erscheinen. „Wir finden es toll, dass wir so etwas realisieren dürfen“, sagte die Leiterin der Künstlergilde Christiane Schedelgarn. Die IHK hatte sich im Zuge einer zu verwirklichenden Ausstellung an die Künstlergilde gewandt.

Mit dem Künstler Tobias Duwe hat die IHK bereits unter dem Motto „Industrie und Malerei“ Buch-Projekte realisiert. Beim Gespräch mit Michael Legband von der IHK Kiel entwickelte der Vorstand der Künstlergilde die Idee, ein ähnliches, wie mit Duwe schon einmal verwirklichtes Buch hervorzubringen. Das Werk ist eine bebilderte Dokumentation und Werkschau.

Die von den Künstlern besuchten Unternehmen stellen sich im Buch vor. „Unser Projekt ist die künstlerische Auseinandersetzung mit der Industrie. Wir setzten uns dabei schwerpunktmäßig mit dem Papier auseinander“, erläuterte Schedelgarn. Acht Mitglieder der Künstlergilde sind am Projekt beteiligt.

Die Kontakte zwischen Künstlergilde und Handelskammer bestehen seit vielen Jahren: Die Künstlergilde stellte mehrfach bei der IHK aus. Die Mitglieder der Gilde sind bereits eifrig dabei, Ideen zu sammeln und einzelne Vorhaben umzusetzen. Acht Kreative der Gilde besichtigten inzwischen zwei verarbeitende Industriebetriebe. Die A.-Beig-Druckerei und das Papier Recycling Werk Steinbeis in Glückstadt gehörten dazu. Es folgen weitere Besuche im Anschluss – beispielsweise bei der Feldmühle in Uetersen sowie bei der Försterei im Niendorfer Gehege. „Dank der Besichtigungen erhalten wir mannigfaltige Inspirationen“, sagte der Künstler Martin Musiol erfreut. Er und der Barmstedter Künstler Freddy Rode können beim Projekt diverse Erfahrungen einbringen. „Wir wissen, wie interessant, aber auch arbeitsaufwendig es ist, ein solches Werk hervorzubringen“, erläuterte Musiol.

Rode verfolgte bei seinem Ansatz die Frage, warum Papier benötigt wird, um Geschichten festzuhalten. Der Künstler geht bei seinem Ansatz von einer Eiche aus. „Was hätte der Baum selber zu erzählen, wenn man ihn ließe?“, fragte sich Rode. Er weiß von einem Fall, wo ein 800-jähriger Baum gefällt und zu Papier verarbeitet wurde. Rode nimmt die Geschichte der Eiche dann genau unter die Lupe und schaut, was auf dem Papier teilweise für „ein Nonsens“ gedruckt wird.

Schedelgarn geht bei ihrem künstlerischen Ansatz davon aus, dass das Papier für das Bild ein strukturgebendes Medium ist. Ein weiterer Assoziationsansatz ist, dass sie „beim Lesen das Papier in der Hand benötigt“. Schedelgarn nutzt das unterschiedliche Papier und stellt es in den Vordergrund ihrer Werke. Sie versucht, im Zuge ihrer Herangehensweise mit dem Papier zu spielen. „Ich möchte Verbindungen schaffen, beispielsweise zwischen unterschiedlichen Papierarten der Sorte ‚hochglanz bedruckt‘ im Magazin und der Küchenrolle. Was letztendlich daraus entsteht, ist auch für uns spannend“, erläuterte Schedelgarn.

Musiol versucht schließlich, Menschen im Prozess des Papierherstellens hervorzuheben – beispielsweise die in einer Fabrik Arbeitenden. „Unsere Ideen sind mannigfaltig“, sagte Musiol. Ende des Jahres soll der kreative Prozess abgeschlossen sein.

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erstellt am 09.Aug.2017 | 16:00 Uhr

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