Gemeinsam statt einsam feiern

In guter Gesellschaft: Bei der Einsamen-Weihnachtsfeier vom Deutschen Roten Kreuz schlossen die Teilnehmer neue Bekanntschaften und bekamen Geschenke.
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In guter Gesellschaft: Bei der Einsamen-Weihnachtsfeier vom Deutschen Roten Kreuz schlossen die Teilnehmer neue Bekanntschaften und bekamen Geschenke.

Weihnachten 25 Menschen feiern mit dem DRK Pinneberg / Geschichten, Sketche, Singen und Tombola bereichern das Programm

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19. Dezember 2017, 16:00 Uhr

„Strahlend wie ein schöner Traum steht vor uns der Weihnachtsbaum. Seht nur, wie sich goldenes Licht auf den zarten Kugeln bricht“ – mit solchen in Bad Bevensen verfassten Zeilen eines unbekannten Dichters eröffnete die Leiterin des Pinneberger DRK-Treffpunkts Susi Wohlers am dritten Advent die sechste Einsamen-Weihnachtsfeier.

25 Gäste nahmen an den liebevoll eingedeckten Sitzplätzen in der sozialen Einrichtung Platz. „Es ist toll, dass es so etwas gibt“, freute sich Christa Boyke. Einige der Teilnehmer kenne sie. Es sei schön, beim DRK neue Freundschaften schließen zu können. Sie schaut wie Hilde Tschorn jeweils am Donnerstag Nachmittag bei den Spiele-Nachmittagen vorbei. Tschorn lobte das Angebot der Einsamen-Weihnachtsfeier ebenfalls. Die Familie habe in dieser Zeit „viel zu tun“.

Das DRK-Team hatte die jeweiligen Plätze mit Marzipanbrot, Schokoladennikoläuse und Keksen bestückt. Pinneberger Firmen und als Hauptsponsoren die VR Bank und Bert Meyer vom örtlichen Edeka erwiesen sich als besonders großzügig. Eine von den Firmen mit Schals, Deko-Accessoires, Badeartikeln und zahlreichen weiteren Produkten versehene Tombola gehörte zum Programm. „Es ist toll, wie die Pinneberger Firmen uns hier unterstützt haben“, freute sich Wohlers, die beim Event drei selbstgebackene Marzipantorten mitbrachte. Wohlers verriet, während des Jahres 300 Torten zu wohltätigen Zwecken zu backen.

Bürgermeisterin Urte Steinberg schaute ebenfalls vorbei und verlas die Geschichte „Ladislaus und Annabella“ von James Krüss. „Es war mein Wunsch, an der Einsamen-Feier teilzunehmen“, erläuterte die Bürgermeisterin. Es handele sich um ein „tolles Angebot für Menschen, die keine Angehörigen haben oder sich einsam fühlen“. Die DRK-Mitglieder hatten den prächtigen mit selbstkreierten Dekorationsobjekten, wie von Gila Klein gefertigten Papiersternen, geschmückt. Die Gartenbaumschule Miller hatte den Baum gespendet. Das DRK veranstaltet die Feier in der Regel am vierten Advent. Da jedoch dieser Festtag und der Heiligabend in diesem Jahr auf einen Tag fielen, verlegte Susi Wohlers die Veranstaltung. Das Team möchte im kommenden Jahr aber wieder am Vierten Advent feiern.

Die Leiterin des DRK-Treffpunktes hatte Geschäfte erfolgreich abgeklappert und um Präsente oder eine Spende gebeten. Sie sei nach dem Muster „Ich heiße, ich bin, ich möchte“ vorgegangen. Die Firmen hätten großartig reagiert.

Die DRK-Leiterin initiierte die Feier vor sechs Jahren nach Elmshorner Vorbild. „Meine Kinder haben im Zuge ihrer Jugend-Rot-Kreuz-Arbeit dort häufig geholfen“, sagte sie. Anders als in Pinneberg veranstalte das DRK Elmshorn die Einsamen-Feier mit Abendessen seit Jahrzehnten an Heiligabend. „Dies gelingt uns jedoch vor allem aus Mangel an Helfern nicht“, sagte Wohlers.

Die Feier bereicherten Gedichte und das Singen zahlreicher Lieder wie „Fröhliche Weihnacht“. Gila Klein amüsierte die Gäste bei der Präsentation ihres Sketches „Der Weihnachtskuchenmann“, bei der sie zunehmend in einen scheinbar betrunkenen Zustand geriet. „Bei den Pinneberger Bühnen möchte ich aber nicht anfangen“, sagte die DRK-Helferin.

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