Fußball statt Wasserski : Gemeinderat: Sanierung der Sportanlagen in Prisdorf wird unterstützt

Eine neue Beleuchtung soll in der Halle des Tennisclubs Prisdorf eingebaut werden. Wann die notwendige Dachsanierung erfolgt, ist bisher offen.
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Eine neue Beleuchtung soll in der Halle des Tennisclubs Prisdorf eingebaut werden. Wann die notwendige Dachsanierung erfolgt, ist bisher offen.

Prisdorfs Politik stimmt für Drainage für Fußballplatz. Außerdem wird die Beleuchtung der Tennishalle gefördert.

shz.de von
08. März 2018, 16:00 Uhr

Der Prisdorfer Gemeinderat hat einstimmig entschieden, die lokalen Sportvereine TSV Prisdorf und Tennisclub Prisdorf bei der Sanierung ihrer Sportanlagen zu unterstützen. Der Fußballplatz am Ahrenloher Weg soll für etwa 37 000 Euro eine neue Drainage erhalten, in der Tennishalle soll die Beleuchtung für 92 000 Euro ersetzt werden. Die Gemeinde beteiligt sich mit zehn Prozent an den Maßnahmen, um weitere Förderungen durch die Aktivregion, den Landessportbund Schleswig-Holstein und den Kreis Pinneberg zu ermöglichen.

„Auf dem Rasenplatz hat der Maulwurf das sagen. Zudem kann man darauf eher Wasserski fahren als Fußball spielen“, erläuterte Bürgermeister Rolf Schwarz (BBP) die Situation am Ahrenloher Weg. Die Kicker der Spielergemeinschaft (SG) BorKum, die aus jungen Fußballern der Gemeinden Prisdorf, Kummerfeld und Borstel-Hohenraden besteht, haben häufiger das Training abbrechen müssen, weil kein Spielbetrieb mehr möglich war. „Dieser Zustand ist untragbar“, betonte Schwarz. Die Drainagesanierung für den Platz soll etwa 25 000 Euro kosten. Zudem müssten aber auch der Beachvolleyplatz und die Fläche vor dem Vereinsheim des TSV Prisdorf entwässert werden. Nach aktuellen Schätzungen summiere sich die Investition auf 37 000 Euro. „Unser Anteil ist bereits finanziert“, sagte Schwarz. Eine Spende über 3700 Euro sei bei der Gemeinde eingegangen, die für die Jugendarbeit genutzt werden soll. „Das Projekt erfüllt diese Voraussetzung genau“, sagte Schwarz. „Wir unterstützen die Maßnahme komplett. Die Krücke ist aber, dass wir auf Spenden angewiesen sind. Das zeigt, wie belastet unser Haushalt ist“, sagte Stefan Brühl (CDU).

Ebenfalls durch Spenden soll der Eigentanteil von 9200 Euro für die Sanierung der Beleuchtung der Tennishalle finanziert werden. Die Gemeinde wird die Förderung bis zum Jahr 2020 in drei Raten zu 3067 Euro als Investitionszuschuss an den Tennisclub auszahlen. „Die Spenden sind bereits zugesagt, so dass wir es auch einhalten können“, sagte Schwarz. „Ich halte eine neue Beleuchtung unter einem maroden Dach für wenig sinnvoll“, sagte Uwe Behrend (SPD). „Der Verein hat das Dach abgedichtet. Die Uhr tickt, aber langsamer“, erwiderte Schwarz. Bisher gebe es keinen Termin für die Gesamtsanierung. „Wir dürfen das Dach nicht aus den Augen verlieren, müssen da aber schauen, welche Fördermöglichkeiten es dann gibt“, so Schwarz.

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