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Neue Kita für Halstenbek : Gemeinderat beschließt einen Neubau für 2,8 Millionen Euro

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Die Gemeinde geht von einer Förderung in Höhe von bis zu 1.540.000 Euro aus.

shz.de von
erstellt am 30.Sep.2015 | 14:00 Uhr

Halstenbek | Der Gemeinderat stimmte am Montagabend einstimmig für den Neubau einer Kindertagesstätte Bickbargen auf dem ehemaligen Interimsparkplatz des Wolfgang-Borchert-Gymnasiums. 2,8 Millionen Euro soll die Baumaßnahme kosten. Die Gemeinde geht von einer Förderung in Höhe von bis zu 1.540.000 Euro aus. „Im günstigsten Fall würde uns die Kita 1,3 Millionen Euro kosten“, so Angela Friedrichsen (SPD), Vorsitzende des Ausschusses für Kinder, Schule und Jugend. Bürgermeisterin Linda Hoß-Rickmann (parteilos) warnte allerdings: „Das ist die höchste maximale Fördersumme. Es gibt keine Garantie dafür, dass wir sie kriegen. Wir brauchen die Plätze aber dringend.“ In der neuen Kita sollen zwei Elementar- und Hortgruppen mit jeweils 20 Plätzen, zwei Elementargruppen mit jeweils 20 Plätzen sowie zwei Krippengruppen mit 20 Plätzen untergebracht werden.

„Bei der Förderung sind nur kreisfreie Städte erwähnt. Vielleicht sollten wir in Kiel nachfragen, bevor wir einen Schrittfehler beim Tanzen machen“, warnte Helmuth Ahrens (CDU), schränkte aber ein: „Vielleicht sehe ich auch nur drei Diebe hinter dem Baum.“

„Wir begrüßen es, dass die Gemeinde so energisch auf die Fehlentwicklung im Kitabereich reagiert“, sagte Pastor Norbert Dierks von der Erlöserkirche Halstenbek auch im Namen des Deutschen Roten Kreuzes (DRK). Aus seiner Sicht dürfe eine Kommune nicht die Trägerschaft über eine Kita übernehmen, wenn freie Träger zur Verfügung stehen: „Das ist ein deutlicher und krasser Gegensatz zur Forderung des Gesetzgebers.“ Dass drei von sieben Kitas in Halstenbek und zwei von drei in Krupunder in kommunaler Trägerschaft seien, sehe er als Einschränkung bei der Konzeptvielfalt. „Wir hätten uns Gespräche mit Verwaltung, Eltern und kommunaler Selbstverwaltung gewünscht“, sagte Dierks, der anschließend versuchte, mit Vorurteilen gegen die Kirche als Träger aufzuräumen.

„Die bisherige Trägerschaft soll erhalten bleiben“, betone Hoß-Rickmann. Bei einer Ausschreibung sei es für sie im Hinblick auf die Vielfalt interessanter, einen Träger zu haben, den es bisher in der Stadt nicht gebe. „Wir haben auch jetzt zwei kommunale Kitas in Krupunder und ich bin mir sicher, dass wir uns nicht auf dünnem Eis bewegen.“ Die Grüne-Fraktionsvorsitzende Gudrun Gabriel-Schröder lobte die Arbeit der Kita und mahnte: „Die Zeit für eine Ausschreibung haben wir nicht.“ Karsten Löffler (FDP) argumentierte: „Es handelt sich um einen Ersatzbau. Warum sollte sich etwas an der Trägerschaft ändern?“ Das Votum der Gemeindevertreter fiel einstimmig für die kommunale Trägerschaft.

Der Antrag von CDU-Fraktionsvorsitzende Kirsten Sajitz, die Trägerschaft der Kita Eidelstedter Weg nach der Fertigstellung auszuschreiben, wurde abgelehnt. Hoß-Rickmann kommentierte den Antrag: „Ich warne davor, die Trägerschaft dort auszuschreiben. Wer bewirbt sich bei uns, wenn nicht klar ist, wer die Kita leitet?“

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