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Neue Bauplätze : Gemeinde Appen erwirbt 36.000 Quadratmeter großes Areal

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Das Gebiet hat eine bewegte Vergangenheit: Voruntersuchungen wegen Urnen aus der Eisenzeit. Baustart soll im Jahr 2017 erfolgen.

shz.de von
erstellt am 07.Jan.2016 | 00:32 Uhr

Appen | Junge Familien haben die Chance, sich eines der neuen Baugrundstücke in Appen zu sichern. Die Gemeinde hat Ende des vergangenen Jahres einige Grundstücke an der Straße Bargstücken erworben und will dort ein neues Baugebiet mit 36 Grundstücken schaffen. Die ersten Häuschen könnten bereits Anfang 2017 entstehen. Das bestätigt Bürgermeister Hans-Joachim Banaschak im Gespräch mit dieser Zeitung.

Das gesamte Gebiet ist laut Rene Götze, der beim Amt Moorrege für bauliche Angelegenheiten in Appen zuständig ist, 36.000 Quadratmeter groß. Das Bauland selbst beträgt 23.000 Quadratmeter. Die Grundstücke werden laut Götze zwischen 500 und 800 Quadratmeter groß werden.

Bereits im Vorfeld hatte das Amt Moorrege gemeinsam mit dem archäologischen Landesamt Untersuchungen durchgeführt, so Götze. Denn auf dem Areal befand sich ein Urnengrab aus der Eisenzeit. „In der Chronik steht, dass Privatleute vor 100 Jahren alte Urnen gefunden haben. Wir haben aber bei unseren Untersuchungen nichts gefunden.“

Es kann also losgehen: Ende des Monats werden die Pläne öffentlich beim Amt Moorrege ausliegen. Interessierte können sich noch für die Bauplätze bewerben. Laut Banaschak befanden sich auf der Warteliste zwar zeitweise 180 Personen. Es sei allerdings unklar, wie viele sich umorientiert hätten. Deshalb wurden sie bereits angeschrieben. Das Ergebnis stehe aber noch aus.

Das Areal verläuft links- und rechtsbündig von der Straße Bargstücken vor der Baumschule Schnoor. Eine Zufahrtsstraße wird vom Almtweg abgehen. „Die Entwässerung des Gebiets wird aufwendig“, sagt Banaschak. „Deshalb und wegen der Zufahrtsstraße haben wir auch relativ hohe Erschließungskosten.“ Insgesamt lasse sich die Gemeinde das Gebiet einen siebenstelligen Betrag kosten. Banaschak rechnet mit einem Verkaufspreis von etwa 200 Euro pro Quadratmeter. „Wahrscheinlich wird es etwas mehr. Die Grundstücke werden aber zu marktüblichen Preisen veräußert.“ Kriterien für die Vergabe stehen noch nicht fest. Er geht aber davon aus, dass Appener Familien bevorzugt werden.

Langfristig könnte das Baugebiet aus Sicht des Bürgermeisters noch erweitert werden. Dazu müsste die Gemeinde aber weitere Grundstücke erwerben. Zunächst steht aber das aktuelle Baugebiet und das Gewerbegebiet Hasenkamp an. Das Genehmigungsverfahren mit Änderung des Flächennutzungsplans und Bebauungsplan soll zügig voran gehen, damit im zweiten Halbjahr die Erschließungsarbeiten beginnen können. Wenn alles weiter nach Plan läuft, könnten die neuen Besitzer laut Banaschak im Frühjahr des Jahres 2017 mit dem Bau beginnen.

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