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Pinneberger Tageblatt

18. Oktober 2017 | 08:38 Uhr

Pinneberg : Gelddusche für die Schulen

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Der Lions-Club unterstützt elf Bildungseinrichtungen in der Kreisstadt mit jeweils 1000 Euro. Weihnachtsgeschenke für Obdachlose.

von
erstellt am 10.Dez.2015 | 00:33 Uhr

Pinneberg | Dass es den Pinneberger Schulen nicht allzu gut geht, ist allgemein bekannt – der Sanierungsstau macht allen schwer zu schaffen. Umso mehr war gestern ein Tag der Freude. In der Grund- und Gemeinschaftsschule (GuGs) in der Richard-Köhn-Straße übergaben Mitglieder des Lions-Clubs Pinneberg eine Gesamtsumme von 11.000 Euro an Vertreter von elf Pinneberger Schulen – jede Bildungseinrichtung erhält also 1000 Euro.

„Unser Hauptprojekt ist zurzeit die Flüchtlingsarbeit, bei der wir einen langen Atem brauchen. Wir wollen mit den Spenden an die Schulen aber zeigen, dass gleichzeitig andere wichtige Themen, die die Pinneberger beschäftigen, auf keinen Fall aus den Augen verloren werden dürfen“, sagte Harald Schmidt, Vorsitzender der Pinneberger Lions.

Die Entscheidung, die Schulen beziehungsweise die entsprechenden Schulvereine zu unterstützen, sei auf der letzten Mitgliederversammlung im September gefallen. Bei dem Geld, so betonte Wilfried Kniffka vom Lions-Förderverein, handele es sich vor allem um Rücklagen, die sich in den vergangenen Jahren angesammelt haben. Grundsätzliche Haupteinnahmequelle sei das jährliche Benefizgolfturnier, das 2015 einen Erlös von 25.000 Euro eingebracht habe. Davon seien 15.000 Euro in die Flüchtlingsarbeit geflossen.

Bei den Schulen ist die Freude über den aus ihrer Sicht unerwarteten Segen nicht nur groß, einige wissen bereits auch, was sie mit dem Geld, das im Übrigen nicht zweckgebunden ist, anstellen wollen. „Für uns passt das wie die berühmte Faust aufs Auge. Wir sind dabei, in unserem Schulgarten Hochbeete anzulegen. Dort sollen unsere Schüler später Kartoffeln ernten“, sagte Andrea Hansen, Direktorin der Helene-Lange-Schule.

Die Theodor-Heuss-Schule und die GuGs wollen laut ihren Schulleitern Matthias Beimel und Thomas Gerdes das Geld unter anderem in die Sanierung ihrer Aulen stecken. „Eigentlich wäre die Stadt zuständig, aber wir machen das jetzt selbst, von der Tontechnik bis zur Beleuchtung“, sagte Gerdes. Andere Schulen wollen erst noch intern über die Verwendung beraten. Mit einem weiteren Projekt unterstützt der Lionsclub zudem die Soziale Wohnraumhilfe Pinneberg, die sich für Obdachlose beziehungsweise für von Obdachlosigkeit bedrohte Menschen einsetzt. Diese durften jeweils Wunschzettel für ein Weihnachtsgeschenk im Wert von bis zu 20 Euro abgeben, was insgesamt 85 Menschen in Anspruch nahmen. Die Präsente, von den etwa 40 Lions-Mitgliedern persönlich verpackt, sollen nun am Freitag, 18. Dezember, im Café Pino an der Bahnhofstraße ab 13.30 Uhr verteilt werden. „Viele dieser Menschen“, sagte Christa Hausmann von der Wohnraumhilfe, „haben schon lange nichts mehr geschenkt bekommen“. Die Zahl der Obdachlosen in Pinneberg habe mittlerweile die Grenze von 100 überschritten.

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