Geld für Wildtierstation und Naturpädagogik

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24. Juli 2018, 11:44 Uhr

Landrat Oliver Stolz hat die Wildtierstaion während seiner Sommertour durch den Kreis Pinneberg besucht und die Einrichtung besichtigt. Berührungsängste hat Pinnebergs Landrat keine. Ganz im Gegenteil. Während des Streifzugs durch das grüne Dickicht der Station, in der pro Jahr 1600 bis 1800 verletzte oder verwaiste Wildtiere eingeliefert werden, hatte der Besuch aus Elmshorn viele Fragen zu Aufgaben, Finanzierung und Problembereichen. „Ich denke, dass Sie hier eine wertvolle Arbeit für alle im Kreis leisten. Einzelne Bildungsmaßnahmen für Kinder und Jugendliche oder eine Projektförderung sollten sicherlich nicht an Geld scheitern, zumal es sich nicht um Riesensummen handelt. Das ist keine konkrete Zusage, denn diese muss die Politik treffen.“

Im Gespräch mit unserer Zeitung erklärte Einrichtungsleiter Erdmann, dass der Sommer und die andauernde Hitze und Trockenheit für einige Wildtiere, die im menschlichen Umfeld leben, problematisch werden könnten: „Im Gegensatz zu unseren heimischen Niederwildarten, die einen Großteil ihres Wasserbedarfs über die Nahrung decken, sieht dies unter anderem bei Eichhörnchen, Igeln, Vögeln und Insekten anders aus.“

Hier sei es sinnvoll, Tränken aufzustellen und kleine Gemüse- und Obststücke (Gurke, Melone, Apfel, Brokkoli) anzubieten.

Garten- und Balkonbesitzer könnten bei hohen Temperaturen Vögeln mit einer Vogeltränke eine Freude bereiten. Einfach eine tiefe breite Schale mit Wasser befüllen. Steine in der Schale helfen Bienen, Hummeln und anderen Insekten dabei, besser an das Wasser zu kommen und wieder herauszukrabbeln, falls sie hineingefallen sind. Das Wasser sollte mindestens einmal pro Tag gewechselt werden, bei starker Beanspruchung zweimal, damit sich keine Keime ansiedeln. Dabei sollten die tierischen Durstlöscher nicht alle am Boden stehen.

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