Tag des Ehrenamtes : Geld für Jugendprojekte mit Pfiff

 Julia Zeller (links) und Svea Gramm jubeln über ihren ersten Platz für das Projekt „Urban Gardening“.
Fotos: Jann Roolfs

Junge Leute aus dem Landkreis stellen ihre unterschiedlichen Arbeiten vor und freuen sich über Anerkennung.

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07. Dezember 2017, 10:00 Uhr

Pinneberg | Jugendliche bringen den Wald in die Kindergärten, organisieren 20 Kilometer lange Nachtwanderungen oder legen binnen drei Tagen einen Grillplatz an. „Da sind Ideen im Kopf, die wollen gesehen werden und laufen“, beschrieb Ingo Waschkau diesen kreativen Drang.

Waschkau ist Geschäftsführer des Pinneberger Kreisjugendrings und damit einer der beiden Organisatoren von „Jugendinitiative mit Pfiff“, seit gut zehn Jahren einem großen Forum für solche Ideen. Am Dienstag, dem Tag des Ehrenamtes, präsentierten sich in Pinneberg gleich sieben herausragende Projekte, allesamt von jungen Leuten im Kreis ausgedacht, angeschoben und umgesetzt.

Zur Präsentation gehört eine Preisverleihung, für die Geldpreise zeichnet Uwe Schwarzenberger verantwortlich, der zweite Organisator und Vorstand der Stiftung der Sparkasse Südholstein, die die Aktion 2017 mit 7.000 Euro unterstützt. Alle sieben Projekte, die sich in Pinneberg vorstellten, hatten schon 500 Euro als Anerkennung für ihre Arbeit bekommen.

Die Vertreter von sieben Projekten, die in die Endrunde der Aktion kamen.
Jann Roolfs
Die Vertreter von sieben Projekten, die in die Endrunde der Aktion kamen.
 

Noch einmal 1.000 Euro für den ersten Platz flossen nach Tornesch: Dort hatten ehrenamtliche Mitarbeiter der Kinder- und Jugendarbeit in der Kirchengemeinde mit rund einem Dutzend Kinder eine Brachfläche in einen Garten verwandelt. „Wir haben aus Paletten Hochbeete gebaut, sogar die Möbel haben wir mit Hilfe der Kinder selbst gebaut“, schilderte Betreuerin Julia Zeller das Urban Gardening. Gemüse, Kräuter, Blumen und Obst pflanzten die Kinder hinter der Kirche. Das Preisgeld soll in das Projekt fließen, kündigte Zeller an: „Das soll ja länger laufen“, und die Fläche soll wachsen.

 

Den zweiten Platz und 500 Euro vergab die Jury aus Jugendlichen, Fachleuten aus der Kreisverwaltung und Uwe Schwarzenberger von der Sparkassenstiftung an das Elmshorner Jugendrotkreuz. Dort organisierte Alexander Dittmer im Sommer zum zweiten Mal das Sommerferienprojekt „Erste Hilfe to go“, diesmal mit dem Schwerpunkt Suchtprävention. Mehr als 40 Kinder und Jugendliche lernten in drei jeweils eintägigen Aktionen Grundzüge der Ersten Hilfe.

 Die Storchenhorte, die Barmstedter Gruppe der Deutschen Waldjugend, bekam 250 Euro für ihren „Wald zum Be-greifen“. Der besteht aus einer großen Sammlung an Materialien: Insekten, in Kunstharz konserviert, Herbarium, Baumfrüchte in Lupengläsern, Felle, Schädel, Holzscheiben und vieles mehr. Die Sammlung wird an Bildungseinrichtungen wie Kindergärten verliehen. Weitere Teilnehmer an „Jugendinitiative mit Pfiff“ waren der Sportverein Nandu aus Wedel, der den jungen Sport „Parkour“ präsentierte, eine Art urbane Akrobatik.

KJR-Geschäftsführer Ingo Waschkau (rechts) begleitete die Juroren.
Jann Roolfs
KJR-Geschäftsführer Ingo Waschkau (rechts) begleitete die Juroren.
 

Aus der Kirchengemeinde Moorrege/Heist kam das Integrationsprojekt „gemeinsam stark“, in dem Jugendliche mit und ohne Behinderung einen Gottesdienst ausgearbeitet hatten. Der Kreisverband des Jugendrotkreuzes machte eine Nacht-Orientierungswanderung, bei der zwölf Gruppen in 10 bis 14 Stunden eine 20 Kilometer lange Route rund um Barmstedt errätseln und absolvieren mussten.

Die Landjugend präsentierte, was viele Hände in kurzer Zeit schaffen können: Sie stellten drei „72-Stunden-Aktionen“ vor, bei denen Ortsgruppen in drei Tagen einen Grillplatz in Bokel herrichteten, einen Tobehügel an der Grundschule in Borstel-Hohenraden instand setzten und die Liebesinsel im Rantzauer See in Barmstedt sicheren.

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