zur Navigation springen
Pinneberger Tageblatt

19. Oktober 2017 | 15:24 Uhr

„Gegner sollen nicht mehr nachtreten“

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Kröten-Verschwinden: BI „Westumgehung – Jetzt“ hält Kritik für sachlich unfair

von
erstellt am 07.Aug.2015 | 16:05 Uhr

Die Reaktion hat nicht lange auf sich warten lassen: „Die Gegner sollen nicht mehr nachtreten. Die Kritik ist sachlich unfair“, sagt Bernd H. Stachowski von der Bürgerinitiative (BI) „Pinneberger Westumgehung – Jetzt“. Er reagiert damit auf die Kritik von Jörg Reinecke (diese Zeitung berichtete). Der Pinneberger, der in der Helgolandstraße wohnt, hatte Alarm geschlagen: Reinecke befürchtet, dass die Rodungsarbeiten für den Bau der Westumgehung im Frühjahr den Bestand der Kröten in Pinneberg-Nord drastisch reduziert habe.

Doch Stachowski hält dagegen: „Es sind die Leute, die dort wohnen, die zu der Situation beigetragen haben“, sagt er. Stachowski spielt darauf an, dass das Gebiet einst Landschafts- und Baumschutzfläche war. „Dann wurde es umgewidmet und es wurden Hunderte von Eigenheimen gebaut“, sagt er. Die seien ja nicht vom Himmel gefallen. Somit sei dort Umwelt zerstört worden. „Die Westumgehung wird gebaut“, sagt er. Die Belastung für die Anwohner durch die Umgehungsstraße sei minimal und ökologisch sinnvoll, weil die Innenstadt entlastet werde.

„Im Rahmen des Planfeststellungsverfahren wurden die Auswirkungen auf die Natur intensiv erörtert“, sagt Marc Trampe, Sprecher der Stadt. „Die umweltrechtlichen Auflagen werden entsprechend eingehalten und sind teilweise bereits umgesetzt.“

Die Debatte um die Westumgehung geht bis in die 1950er Jahre zurück. Ein erstes Teilstück ist vor zehn Jahren realisiert worden. Bis 2018 sollen weitere 2,8 Kilometer folgen. Die BI hatte sich im März 2010 gegründet, um das Projekt zu forcieren.

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen