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Konzert in Pinneberg : Gegensätze und Gemeinsamkeiten

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Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Barock-Duo spielt am 7. Mai unter dem Titel „Ziemlich beste Freunde“. Unübliche Kombination von Viola da gamba und Violoncello.

Pinneberg | Sie waren lange Zeit keine besten Freunde: die Viola da gamba und das Violoncello. Deswegen haben Komponisten sie nie gemeinsam in ihren Werken berücksichtigt. „Die beiden Instrumente existierten eigentlich immer parallel“, sagt Gambistin Simone Eckert. Doch nun möchte sie gemeinsam mit David Stromberg beweisen, dass die Streichinstrumente auch miteinander harmonieren können. „Sie haben eine unterschiedliche Klanglichkeit und die gleiche Tonlage – das ist ein besonderer Reiz “, sagt Stromberg. Und von den Gegensätzen und Gemeinsamkeiten der Instrumente leitet sich auch der Titel des Konzerts ab: „Ziemlich beste Freunde“ heißt es am Donnerstag, 7. Mai, in der Drostei, Dingstätte 23. Beginn ist um 19.30 Uhr.

Mit im Gepäck hat das Duo ein vielfältiges Repertoire. In Pinneberg präsentieren Eckert und Stromberg unter anderem Werke von Georg Friedrich Händel, Wolfgang Amadeus Mozart und Carl Friedrich Abel. Die haben sie zum Teil umgeschrieben, um sie an ihre Instrumente anzupassen.

Die freischaffende Musikerin Simone Eckert hatte bereits mit acht Jahren den Berufswunsch „Gambistin“ zu werden. „Eigentlich wollte ich Cello spielen, das war damals aber zu groß für mich. Deswegen bekam ich erstmal eine Gambe“, erinnert sie sich. „Und dabei bin ich dann geblieben. Das Instrument wird mir bis zu meinem Lebensende nicht langweilig werden“, sagt die Ellerhooperin und lächelt. Ihre Gambe stammt sogar aus der Original-Barockzeit. „Sie ist dreihundert Jahre alt“, so Eckert. Das Violoncello von Stromberg hingegen ist ein originalgetreuer Nachbau.

Was ist das besondere an solchen Barockinstrumenten? „Sie sind nicht so laut aber sehr farbenreich. Damals wurde in kleineren Räumen gespielt, es bedurfte deswegen auch nicht so einer Lautstärke“, erklärt Stromberg.

Beide Musiker sind Mitglieder der Hamburger Ratsmusik. Das Ensemble hat mittlerweile eine 500-jährige Geschichte, deren Anfänge zurück bis ins 16. Jahrhundert reichen. Nach dem Grundsatz „Gott zu Ehren und Hamburg zur Lust, Ergötzlichkeit und Nutz“ leistete sich die Stadt ein Eliteensemble von acht Ratsmusikern. „Das vielen fürstlichen Hofkapellen Konkurrenz machen konnte“, sagt Eckert. Die Gambistin hat das Ensemble 1991 wieder auferweckt. Mittlerweile konzertieren sie in ganz Deutschland und vielen Ländern Europas und haben viele CDs bei diversen Labels herausgebracht. 2006 und 2010 wurde das Ensemble mit dem dem Echo Klassik ausgezeichnet.

Tickets für das Konzert kosten 15 Euro, ermäßigt zehn Euro. Erhältlich sind sie im Bücherwurm, Dingstätte 24, und an der Abendkasse. Vorbestellungen unter Telefon 04101-23211.
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erstellt am 24.Apr.2015 | 17:00 Uhr

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