Ellerbek : „Gefahren für Kinder verringern“

„Vor allem die Sicherheit soll erhöht werden“, fordern die Eltern der Initiative „Pro Rad- & Wanderweg am Ihlweg“.
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„Vor allem die Sicherheit soll erhöht werden“, fordern die Eltern der Initiative „Pro Rad- & Wanderweg am Ihlweg“.

Ellerbeker Initiative fordert Bau eines Radwegs auf dem Ihlweg, denn die Strecke führt direkt zum Schulzentrum und zum Kindergarten

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27. Juni 2014, 15:55 Uhr

Elerbek | „Wir wollen die Gefahren für unsere Kinder verringern“, sagt Dirk Engel. Der Familienvater ist einer der Initiatoren der Initiative „Pro Rad- & Wanderweg am Ihlweg“. Der Ihlweg ist momentan nur eine schmale Straße. Wenn sich zwei Autos begegnen, muss ein Fahrzeug auf den Grünstreifen ausweichen. Sind dann auch noch Radler unterwegs, wird es kritisch. Was die Situation besonders dramatisch macht: Der Ihlweg führt zum Dorfmittelpunkt, zu dem Schule, Kindergarten, Sport- und Schwimmhalle sowie das Gemeindebüro gehören. Dort ist auch die Heimat des TSV Ellerbek, der mit Abstand größte Sportverein in der Gemeinde.
 

Um den Weg zu diesem Zentrum sicherer zu gestalten, wünschen sich die Bewohner aus dem Einzugsgebiet Burstah, Kellerstraße, Dorfstraße und Kirchenstieg schnellstmöglich einen Rad- und Wanderweg. Um auf die schwierige Situation hinzuweisen, hat die Initiative bereits einen offenen Brief an alle Gemeindevertreter geschickt. Zudem waren fast 50 Mitglieder der Initiative bei der Sitzung der Gemeindevertretung in der vergangenen Woche dabei, um auf ihr Anliegen aufmerksam zu machen.

Dabei stießen sie auf offene Ohren. Alle Fraktionen sehen Handlungsbedarf. In den Haushalt für das kommende Jahr wurden bereits 250 000 Euro für die Umsetzung der Maßnahme eingestellt. Bürgermeister Günther Hildebrand (FDP) geht allerdings davon aus, dass die Kosten für den Rad- und Wanderweg ungefähr eine Million Euro betragen. Viel Geld. Geld, das die Gemeinde aber bereit ist zu investieren.

Nur wann der Radweg tatsächlich gebaut wird, ist noch unklar. Genau das bereitet der Initiative Sorgen. „Über das Projekt wird schon seit Jahren diskutiert“, sagt Stephan Sense, ebenfalls einer der Initiatoren. Er hofft, dass nun schnellstmöglich Ergebnisse zu sehen sind. Zumal durch die Vermarktung neuer Baugebiete Einnahmen für die Gemeinde zu erwarten seien. Der Radweg soll nach den Vorstellungen der Initiative über die Straße Achter de Höft sowie vom Biotop an der alten Schule über die Mühlenau hin zum Ihlweg und von dort bis zur Hermann-Löns-Schule führen.

Die Mitglieder der Initiative setzen dabei ganz besonders auf ein konstruktives Miteinander. „Wir wollen die Gemeindevertretung nicht kritisieren, sondern gemeinsam mit der Politik nach Lösungen suchen“, betont Engel.

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