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Esinger : Gefährliche Situationen an der Wache

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Die Feuerwehr bittet um mehr Rücksicht.

Esingen | Wenn die Mitglieder der Esinger Ortsfeuerwehr ein Alarm erreicht, ist für sie Eile geboten. Jede Sekunde zählt, wenn es darum geht, möglichst schnell die Wache zu erreichen, um anschließend auszurücken. Doch immer wieder sind die für Einsatzkräfte reservierten Flächen von anderen Verkehrsteilnehmern − etwa Eltern, die ihre Kinder zu der benachbarten Sporthalle bringen − belegt. Doch nicht nur deswegen bitten Wehr und Stadt nun um mehr Rücksicht − auch die Tatsache, dass sich die Kinder regelmäßig in Gefahr befinden, treibt die Beteiligten um.

„Ich möchte nicht irgendwann mit einer Mutter sprechen müssen, weil ihr Kind angefahren wurde“, sagt Günther Pieper, stellvertretender Gemeindewehrführer und Chef der Esinger Ortswehr. Die Kameraden seien mit ihren Autos gelegentlich schneller unterwegs, als vielleicht üblich auf einem Parkplatz, gibt Pieper zu bedenken. Bürgermeister Roland Krügel (CDU) wird deutlich: „Im Ernstfall zählt jede Minute! Und jede Minute Verzögerung, zum Beispiel durch Parkplatzsuche oder unangebrachtes Verhalten Dritter, die im Wege stehen, kann im schlimmsten Fall ein abgebranntes Haus oder den Tod eines Menschen bedeuten.“

So drastisch möchte sich Pieper nicht ausdrücken. Er ist überzeugt: „Viele Eltern sind sich der Problematik und der Gefahr gar nicht bewusst.“ Der Hauptbrandmeister berichtet von einem Einsatz am Mittwoch der vergangenen Woche, als gegen 17 Uhr nicht nur mehrere Pkw auf den Feuerwehrparkplätzen standen, sondern sich auch zahlreiche Eltern mit ihren Kindern in dem Bereich sehr arglos bewegten. „Das war schon recht gefährlich“, sagt Pieper im Rückblick. Kaum jemand habe von dem Feuerwehreinsatz Notiz genommen.

Doch Pieper sagt auch: „Man bekommt es im ersten Moment vielleicht nicht mit, wenn ein Einsatz im Gange ist.“ Umso mehr ist es dem Ortswehrführer ein Anliegen, die Bürger zu sensibilisieren. Bislang sei glücklicherweise noch nichts passiert − und das solle auch so bleiben. „Ich möchte nicht, dass es zu einem Schadensfall kommt“, sagt Pieper. Die Feuerwehr hat sich mit dem Thema auch an die Stadt Tornesch gewandt. Diese hat daraufhin eine Pressemitteilung herausgegeben, in der es etwa heißt: „Jeder, der die Einsätze der Tornescher Feuerwehr behindert, muss sich darüber im Klaren sein, dass er mit dem Leben anderer spielt.“

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erstellt am 03.Feb.2017 | 16:00 Uhr

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