Geburtstagsparty für alle Christen

Sie laden zum Pfingstgottesdienst ein: Hartmut Riemenschneider, Kirche am Fahlt (von links), Pastorin Silke Breuninger von der Christus-Kirchengemeinde, Lucia Welzel von der Katholischen Kirchengemeinde und Vikarin Lea Amtag von der Lutherkirche.
Sie laden zum Pfingstgottesdienst ein: Hartmut Riemenschneider, Kirche am Fahlt (von links), Pastorin Silke Breuninger von der Christus-Kirchengemeinde, Lucia Welzel von der Katholischen Kirchengemeinde und Vikarin Lea Amtag von der Lutherkirche.

Ökumenischer Gottesdienst am Pfingstmontag, 21. Mai, vor der Drostei / Motto lautet: Geist da! Auftrag klar?

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15. Mai 2018, 16:36 Uhr

Ein Veranstaltungsplakat mit Symbolkraft: Mehrere Puzzleteile sind darauf zu sehen. Sie stehen für die verschiedenen Gaben von Menschen. Alle zusammen ergeben ein Ganzes, wobei das Puzzleteil in der Mitte den Heiligen Geist darstellt.
Geist da! Auftrag klar? So lautet das Motto des diesjährigen ökumenischen Gottesdienstes am Pfingstmontag, 21. Mai, vor der Drostei. Beginn ist um 10.30 Uhr. Dazu laden die Pinneberger Gemeinden ein. Mit dabei sind die Christus-, die Heilig-Geist- und die Lutherkirche, die Katholische Pfarrei St.  Katharina sowie die Evangelische Freikirchliche Gemeinde. Sollte es regnen, findet der Gottesdienst in der Christuskirche an der Bahnhofstraße statt.

Laut der Apostelgeschichte empfingen die Jünger an Pfingsten – 50 Tage nach der Wiederauferstehung Christi – den Heiligen Geist. Sie wurden erhellt. Plötzlich konnten sie mehrere Sprachen sprechen, denn ihr Auftrag war es, das Evangelium zu verkünden.

Der Heilige Geist – was ist das eigentlich? Für Hartmut Riemenschneider, Pastor der Freikirche am Fahltskamp, ist der Heilige Geist der Teil Gottes, der in dem Menschen lebt. „Die Kraft Gottes“, betont Riemenschneider.

Jedes Jahr treffen sich Vertreter einzelner Pinneberger Gemeinden, um das Thema Pfingsten immer wieder von einem anderen Blickwinkel aus zu beleuchten. Im vergangenen Jahr ging es um Sprache, Menschlichkeit und Demokratie im Hinblick auf die Flüchtlingswelle. Am Montag stehen die Gaben des Menschen im Mittelpunkt. „Jeder Christ ist anders begabt. Wir brauchen einander, um uns zu ergänzen“, so Riemenschneider. Um dem Thema gerecht zu werden, gibt es eine dialogische Predigt. Riemenschneider wird aus Epheser 4,11-16 predigen. Dort heißt es: „Er hat die einen zu Aposteln gemacht, andere zu Propheten, andere zu Evangelisten, wieder andere zu Hirten und Lehrern der Gemeinde. Deren Aufgabe ist es, die Glaubenden zum Dienst bereitzumachen, damit die Gemeinde, der Leib von Christus, aufgebaut wird.“ Welche Erfahrungen die Kirchen mit den unterschiedlichen Gaben ihrer Gemeindeglieder gemacht haben, berichten Vikarin Lea Amtag und Pastorin Silke Breuninger in ihren Predigten. Lucia Welzel von von der Katholischen Kirchengemeinde liest aus der Apostelgeschichte. Der Chor Kreuz und Quer und der Posaunenchor sorgen für die musikalische Begleitung. „Der Pfingstgottesdienst ist für Jung und Alt“, sagt Breuninger. Die Kinder dürfen puzzeln. Nach dem Gottesdienst gibt es Kaffee und Kuchen. „Es ist ein kommunikatives Ereignis wie damals auch“, so Riemenschneider.

Ursprünglich war Pfingsten ein jüdisches Erntedankfest. Die Bedeutung verschob sich später, weil die christliche Gemeinde begann, Pfingsten als Geburtstag der Kirche zu feiern. „Er ist eine Geburtstagsparty für alle Christen“, so Pastorin Breuninger.

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