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Pinneberger Tageblatt

21. August 2017 | 02:45 Uhr

„Geburtstagskuchen“ zum Abschluss

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Acht Jahre lang hat Andrea Dröge Meerschweinchen gezüchtet / Die am Dienstag geborenen Drillinge sollen der letzte Wurf sein

Am Dienstag haben die Meerschweinchen-Babys Muffin, Cake und Biscuit bei der Tangstedter Züchterin Andrea Dröge das Licht der Welt erblickt. Sie sind ein besonderer Wurf. Denn nach acht Jahren möchte Dröge die Zucht aufgeben, die Drillinge sollen die letzten Babys sein, die als „Rexe vom Storchennest“ geboren wurden.

Der Entschluss, sich von der Zucht zu verabschieden, falle Dröge nicht leicht. „Ich habe lange mit mir ringen müssen, um zu sagen, dass ich aufhöre“, berichtet sie. Allerdings habe sie die Zucht als Hobby betrieben und jetzt fehle ihr neben dem Beruf die Zeit dazu. Denn als Züchterin müsse sie sich nicht nur darum kümmern, dass die Meerschweinchen gut versorgt sind, sondern auch deren Paarung planen, auf Ausstellungen den Austausch mit Gleichgesinnten suchen und ein liebevolles Zuhause für die Babys finden. Da bliebe kaum noch Zeit für die Familie übrig, die das Hobby der Tangstedterin zwar akzeptiert, aber nicht teilt.

Und noch einen Grund gebe es für Dröge, mit der Zucht aufzuhören: „In den acht Jahren ist das ein oder andere Meerschweinchen auch tot auf die Welt gekommen oder später gestorben – das macht mir jedes Mal zu schaffen und ich verkrafte es nicht mehr so gut“, sagt Dröge.

Ein Leben ganz ohne Meerschweinchen kann Dröge sich aber auch nicht vorstellen: Die 14 Tiere, die derzeit in dem etwa neun Quadratmeter großen Gartenhaus mit angeschlossenem Außengehege leben, sollen bleiben. „Eigentlich sind Meerschweinchen sehr pflegeleichte Tiere“, sagt Dröge. Bei zwei Tieren genüge ein Stall mit einer Fläche von 1,20 Meter mal 60 Zentimeter. Und als Futter reichten für zwei Meerschweinchen oft die Gemüseabfälle, die in einem normalen Haushalt anfallen, sagt Dröge. Auch Bespaßung durch den Menschen sei für Meerschweinchen kaum nötig. „Meerschweinchen sollten nie einzeln gehalten werden, aber wenn sie ein oder mehrere Kumpel bei sich haben, dann können sie sich sehr gut selbst beschäftigen. Mir macht es auch sehr viel Spaß, den Tieren einfach nur dabei zuzusehen, was sie in ihrem Stall machen, das beruhigt irgendwie“, sagt die Tangstedterin.

In einigen Wochen wird Dröge sich von den drei Neugeborenen, dem Bock Muffin sowie den Säuen Cake und Biscuit, trennen müssen. Dann sind die Kleinen, die jetzt schon alles allein können und denen auch das angebotene Gemüse als Nahrung reichen würde, so alt, dass sie abgestillt werden. Wahrscheinlich ziehen damit Dröges letzte Züchtlinge aus. Ob der „Geburtstagskuchen“-Wurf, der seinen Namen erhielt, weil derzeit so viele Familienmitglieder der Dröges Geburtstag feierten, tatsächlich der letzte Wurf ist, lässt Dröge offen. „Züchten will ich zwar nicht mehr, aber vielleicht gibt es nochmal Nachwuchs“, sagt sie.

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erstellt am 30.Apr.2016 | 16:00 Uhr

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