Pinneberg : Gasleitung brannte stundenlang in Wohngebiet

Bis zu zehn Meter hoch schlugen die Flammen am Borsteler Weg in die Höhe.
Bis zu zehn Meter hoch schlugen die Flammen am Borsteler Weg in die Höhe.

Stundenlang versuchte die Feuerwehr am Freitag, ein Übergreifen der Flammen auf die Nachbarhäuser zu verhindern - mit Erfolg. Trotzdem wurde ein Bauarbeiter leicht verletzt.

shz.de von
06. Juni 2014, 12:23 Uhr

Pinneberg | Am Freitag kam es bei Arbeiten an den Gasleitungen im Borsteler Weg in Pinneberg zu einer Beschädigung einer der Gasleitungen. Daraufhin brach ein Feuer auf der Baustelle aus. Ein Arbeiter der Tiefbaufirma wurde verletzt. Er kam mit leichten Verbrennungen ins Krankenhaus.

Einsatzleiter Kai Halle sagte: "Wir können von Glück reden, dass nur eine Person leicht verletzt wurde." Der Schaden wäre größer ausgefallen, wenn das Gas nicht in Brand geraten, sondern so ausgetreten wäre. "Jeder Funke von einer Tiefkühltruhe hätte mit dem richtigen Gasgemisch zu einer Explosion führen können."

Nachbar Andreas Mut hat den Vorfall mitbekommen. "Es gab einen kleinen Knall und eine große weiße Rauchwolke. Die Bauarbeiter haben noch versucht zu löschen." Mut habe noch seinen Feuerlöscher angeboten. "Aber die Löschversuche scheiterten."

Beim Eintreffen der um 11.25 Uhr alarmierten Freiwilligen Feuerwehr Pinneberg schlug die Flamme bis zu zehn Meter hoch in den Himmel. Ein Minibagger im Vorgarten eines Einfamilienhauses sowie die Hecke brannten bereits. Es bestand die akute Gefahr, dass das Feuer auch auf das Gebäude übergreifen könnte. An der Frontseite waren von der Doppelverglasung der Fenster bereits die äußeren Scheiben gesprungen.

Die Helfer kühlten Fassade und Dach mit Schaum und später mit Wasser. Der Bagger und die Hecke waren schnell gelöscht. Die Gasflamme ließ sich auf diesem Weg nicht ersticken. Dies war nach Angaben der Feuerwehr jedoch auch nicht das Ziel der Aktion. Denn das ausströmende Gas verbrannte und stellte somit keine weitere Gefahr dar.

Eine überirdisch am Borsteler Weg verlaufende Stromleitung wurde abgeschaltet. Das brennende Gas strömte aus zwei Leitungen aus. Entstanden ist das Feuer an einer sogenannten Niederdruckleitung. Durch die Hitze wurde innerhalb kürzester Zeit auch eine Mitteldruckleitung beschädigt, welche für die hohe Stichflamme sorgte.

Zeitgleich mit dem Eingreifen der Feuerwehr begannen Mitarbeiter der Stadtwerke Pinneberg und einer weiteren Firma mit der Arbeit an den beiden Leitungen. Als erstes wurde die Mitteldruckleitung von zwei Seiten abgeklemmt. Dadurch wurde die Brandintensität verringert. Um 14.48 Uhr waren dann auch in der Niederdruckleitung Blasen gesetzt. Damit erstickte das Feuer ganz – der Einsatz war beendet.

Wie lange die Stadtwerke und von ihnen beauftragte Firmen damit beschäftigt sein werden, die Leitungen zu reparieren, ist noch nicht abzusehen. Die Stadtwerke wollten sich gestern zu dem Vorfall nicht äußern.

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