Peter-Lunding-Schule : Ganztagsschule: Die Gebühren stehen

Schulleiterin Julia Fietz begrüßte die Entgeltpläne.
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Schulleiterin Julia Fietz begrüßte die Entgeltpläne.

Eine privatrechtliche Entgeltordnung für die Peter-Lunding-Schule ist im Ausschuss für Schule, Sport und Kultur empfohlen worden.

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30. März 2017, 12:00 Uhr

Halsoh | Die Vorbereitungen in der Peter-Lunding-Schule in Hasloh laufen auf Hochtouren. Bereits ab dem Schuljahr 2017/18 soll die Schule den Status einer Offenen Ganztagsschule in Trägerschaft der Gemeinde erhalten. Die durch die Frühbetreuung und die Nachmittagsangebote entstehenden Kosten sollen durch Landeszuschüsse und Elternbeiträge gedeckt werden. Derzeit erfolgt die Nachmittagsbetreuung durch den Schulkinderbetreuungsverein.

Die Mitglieder des Hasloher Ausschusses für Schule, Sport und Kultur empfahlen bei acht Ja-Stimmen und einer Enthaltung der Gemeindevertretung eine privatrechtliche Entgeltordnung. Diese stellte Fachbereichsleiter Burkhard Arndt während der jüngsten Sitzung des Ausschusses im Dörphus vor. „Bisher haben wir Pauschalkosten in der Planung aufgeführt. Wir werden sehen, wie das Angebot angenommen wird. In zwei oder drei Jahren sehen die Zahlen vermutlich wieder anders aus“, erklärte Arndt.

Blockbuchungen nicht flexibel genug

Um das System zu vereinfachen, wollte Arndt bei der Planung mit sogenannten Blockbuchungen arbeiten. Das bedeutet, dass Eltern nur die Möglichkeit erhalten sollten, mehrere Wochentage in einem Block buchen zu können. Doch daraus wird wohl nichts. „Das Ministerium hat uns mitgeteilt, dass bei der Finanzierung die Freiwilligkeit berücksichtigt werden muss“, sagte Arndt. Heißt: Die Eltern sollen gerade nicht dazu gezwungen werden, einen ganzen Block buchen zu müssen, sondern auch die Möglichkeit erhalten, nur einzelne Wochentage auszuwählen. In diesem Punkt müsse bei den Planungen also noch nachgebessert werden.

Pro Wochentag fallen bei einer Betreuung bis 14.30 Uhr Kosten in Höhe von 21 Euro an. Auch bis 16.30 Uhr kann das Angebot erfolgen. Dann zahlen die Eltern pro Wochentag 26 Euro im Monat. Dazu kommen zehn Euro monatlich für das Mittagessen. Die Buchungen der Eltern sind auf ein halbes Jahr festgelegt. Das Angebot ist freiwillig. Bei der Buchung aller Leistungen liegt der maximale Kostenbetrag also bei 180 Euro monatlich. „Ich denke nicht, dass das zu viel ist. Die Eltern kriegen dafür eine tolle Leistung und dafür halte ich den Preis für angemessen“, sagte Anne Worthmann (CDU). Mit diesen Kosten liege das Angebot auf fast gleicher Ebene wie das des Schulkinderbetreuungsvereins.

Betreuung in Hamburg kostenlos

Auch Schulleiterin Julia Fietz sagte, dass der Preis vertretbar sei, dennoch erinnerte sie an ein Problem: „Wir bekommen zunehmend mehr Familien aus Hamburg. Dort ist dieses Angebot komplett kostenfrei“, berichtete sie. Wer dennoch nach Hasloh zöge, habe jedoch andere Vorteile. „Wir legen unseren Schwerpunkt in die Arbeit und den Nachmittag“, betonte die Schulleiterin. Sie habe bereits eine Umfrage in der Schule gestartet: „Die Auslastung wird hoch sein“, vermutete sie. Personal sei vorhanden. „Wenn wir gut sind, können wir mit einer großen Resonanz rechnen.“

Es gebe bereits etwa 90 Anmeldungen für die Nachmittagsbetreuung. Laut Fachbereichsleiter Arndt müsse erst geschaut werden, wie das Angebot angenommen wird. „Die Entgeltstruktur kann zum nächsten Schuljahr angepasst und Veränderungen beschlossen werden.“

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