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Pinneberger Tageblatt

20. September 2017 | 23:48 Uhr

„Ganz Kummerfeld hat uns lieb“

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Event Vorbereitungen für das Ackerfestival im September laufen auf Hochtouren /Pressesprecher Lars Korinth verrät seine Highlights

shz.de von
erstellt am 07.Mai.2016 | 16:16 Uhr

Am 2. und am 3. September wird wieder der Acker gerockt. Das Festival in Kummerfeld geht in die nächste Runde und bleibt bewährt vielfältig. 2000 Partygänger haben im vergangenen Jahr zum zehnjährigen Bestehen des Ackerfestivals auf dem Sportplatz gefeiert. 13 Bands des Line-Ups hat der Pinneberger Lars Korinth (41, kleines Foto), zuständig für Presse und Marketing, nun bekanntgegeben, zwei Headliner sollen vorerst geheim bleiben. Mit dabei sind die Truckfighters (Stoner Rock), Montreal (Pop Punk) Rhonda (Soul, Swing), Wohnraumheldenliga (Liederrocker und Bigband) Dÿse (New Wave), Blackened White (Metal), 1000 Löwen unter Feinden (Hardcore), Dead Lord (Hard Rock), Cripper (Thrash Metal), Birth of Joy (Psychedelic), Lax Diamond (Rock/Pop/Rap), Lafote (Indie) und Havarii (Punk). Im Interview verrät Korinth seine persönlichen Highlights in diesem Jahr und berichtet von den Vorbereitungen.

Was sind die Highlights in diesem Jahr?
Lars Korinth: Zum einen sicherlich unsere Freunde von den Wohnraumhelden, denn die sind dieses Jahr nicht nur zu zweit. Als Wohnraumheldenliga sind sie sogar zu elft und setzen diverse Instrumente ein. Zum anderen haben wir noch zwei geheime Headliner in petto, beides Highlights aber noch unter Verschluss. Generell versuchen wir jedes Jahr das gesamte Ackerfestival zum Highlight werden zu lassen.
Welche Bands sind zum ersten Mal dabei?
Außer den Wohnraumhelden und Blackened White sind alle Bands 2016 das erste Mal beim Ackerfestival dabei. Wir halten es gern abwechslungsreich und wiederholen nur selten.

Welches Publikum wollt Ihr ansprechen?
Generell alle Freundinnen und Freunde eines gepflegten, kleinen Open Air Festivals. Also eigentlich alle friedlichen Musikliebhaber zwischen 16 und 60 Jahren.

Gibt es eine Band, auf die du dich besonders freust?
Ich persönlich freue mich sehr auf Dÿse, die Wohnraumheldenliga und auf Montreal – aber auch auf alle anderen Bands. Jeder bei uns im Verein hat da jeweils andere Favoriten, aber wir mögen alle Bands unseres Line-Ups.
Wie läuft der Vorverkauf?
Etwas schleppend im Gegensatz zu 2015. Aber oft kommt der Ansturm erst kurz vorm Festival und wenn wir dann wieder mal schnell ausverkauft sind, gibt es wieder lange Gesichter. Mein Tipp: Günstiger werden die Tickets nicht, an der Abendkasse wird es deutlich teurer. Also besser jetzt zuschlagen.


Ist es schwieriger, an die Musiker zu kommen oder wird es über die Jahre einfacher?
Beides. Einerseits haben wir über die Jahre ein Netzwerk an Labels und Bands aufgebaut, über das wir schnell Kontakt zu vielen Bands und Bookern aufnehmen können. Andererseits steigen die Gagen und Produktionskosten jährlich. An die Musiker selbst kommen wir also gut heran, es wird aber immer schwieriger, sich mit ihnen beziehungsweise ihrem Management finanziell einig zu werden.
Gab es in der Vergangenheit Beschwerden wegen Lärmbelästigung?
Nicht wirklich, zumindest keine offiziellen. Wir haben den Eindruck, ganz Kummerfeld hat uns lieb und unterstützt uns. Vereinzelte Nörgler gibt es immer, auch wegen Lärm, der ja Musik ist. Aber nichts Erwähnenswertes in den letzten zehn Jahren.

Welchen Stellenwert hat das Ackerfestival in der Region?
In Norddeutschland sind wir natürlich nicht das einzige Festival, die Konkurrenz – auch durch die Nähe zu Hamburg – ist groß. Im Kreis Pinneberg hingegen stehen wir nahezu als Leuchtturm da, auch wenn es Gott sei Dank noch mehr Musikveranstaltungen gibt. Wir konnten aber vor einigen Jahren den Schritt vom „Kummerfelder Dorffestival“ zum „Norddeutschen Insider-Tipp“ vollziehen, und das macht uns sehr stolz. Inzwischen haben wir auch Stammgäste aus Berlin, NRW und sogar aus Bayern. Wir sind halt nicht das riesigste, bekannteste Festival Deutschlands, sondern nur das größte kleine Festival der Welt.

Wie lange dauern die Planungen? Und wie wird das Festival finanziert?
Die Planungen erstrecken sich über das gesamte Jahr. Wir fangen direkt nach einem Festival das nächste an. Im Verein haben wir etwa 50    Ehrenamtliche, die alle vor Ort helfen und anpacken. Dazu kommen dann noch etwa weitere 50 Helfer und Unterstützer, darunter auch THW, Feuerwehr, das Bauhof-Team und viele Dorfbewohner. Wir finanzieren unser Festival über die Ticketverkäufe, aber vor allem über Einnahmen bei Getränken und Essen. Bis auf wenige Ausnahmen betreiben wir alle Stände selbst. Dabei achten wir aber trotzdem auf sehr faire Preise.




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