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Pinneberger Tageblatt

23. August 2017 | 06:27 Uhr

Für sie ist das Ehrenamt unverzichtbar

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Kerstin Rubart engagiert sich beim SV Hörnerkirchen und in der Westerhorner Gemeindepolitik / Aufgewachsen ist die heute 54-Jährige in Quickborn

Im Leben von Kerstin Rubart aus Westerhorn dreht sich vieles um Sport, Ehrenämter sowie Kinder und Jugendliche: Die 54-Jährige hat lange Zeit im Amt für Schule, Kultur, Jugend und Sport im Quickborner Rathaus gearbeitet und ist nun im Kindergarten Küsterkoppel in Hörnerkirchen angestellt. Zudem ist Rubart Vorsitzende des SV Hörnerkirchen. Ehrenamtliches Engagement – so ihre Auffassung – ist heutzutage unverzichtbar für die Gesellschaft. „Ohne das Ehrenamt wäre vieles – einschließlich der Arbeit in Sportvereinen – nicht mehr leistbar“, sagt sie.

Rubart kommt gebürtig aus Kaltenkirchen und ist in Quickborn aufgewachsen. Gelernt hat sie den Beruf der Verwaltungsfachangestellten. Da sie als Mitarbeiterin des Amtes für Schule, Kultur, Jugend und Sport unter anderem für Jugendzentren und Vereine zuständig war, hatte sie auch fortwährend engen Kontakt mit Menschen. Das hat sie geprägt. Ihre Kontaktfreudigkeit ist ein hervorstechendes Merkmal ihrer Persönlichkeit. „Gefragt“ ist sie insbesondere auch als direkte Nachbarin in der Westerhorner Dorfstraße, wo sie mit Ehemann Wolfgang lebt – weil sie sich gern auf ein unverfängliches, lockeres Gespräch oder auch ernstere Themen einlässt und für jeden ein offenes Ohr besitzt.

„Ich habe den Beruf eigentlich ergriffen, weil ich einem starken Jahrgang angehöre und es sich mir einfach anbot“, so Rubart. „Gearbeitet als Verwaltungsfachangestellte habe ich etwa 13 Jahre, dann zog ich einen Strich und stellte erst einmal die Familienarbeit in den Mittelpunkt meines Lebens.“ Sie kümmerte sich um die Erziehung ihrer beiden Töchter und ihres Sohnes. Als die Kinder älter geworden waren, stieg Rubart wieder ins Berufsleben ein. Sie ging allerdings nicht zurück in ihren erlernten Beruf, sondern arbeitete fortan als Sozialpädagogische Assistentin (SPA) im Hörnerkirchener Kindergarten Küsterkoppel. „Die Arbeit mit Kindern bereitet mir große Freude“, sagt sie. „Es sind prägende Jahre für die Jungen und Mädchen, die man aufwachsen sieht und ein Stück begleitet“, stellt die Westerhornerin fest. „Sie fordern einem bisweilen vielleicht viel ab, geben aber auch viel zurück.“ Zu ihren Aufgaben als SPA gehören unter anderem die Vermittlung von Bildungsangeboten, Brandschutzerziehung und die Arbeit mit den künftigen Schülern. Bei alledem ist guter Elternkontakt wichtig.

Sport nahm bei Rubart stets einen hohen Stellenwert ein. Erstmals in Berührung kam sie damit beim Turnen. Vom elften bis zum 23. Lebensjahr spielte sie Handball beim TuS Holstein-Quickborn. Seit mehr als 30 Jahren gehört sie dem SV Hörnerkirchen an, wo sie unter anderem Badminton und Tennis spielte. Auch jetzt ist sie noch immer in Bewegung – aber eher in ihrem Amt als Vorsitzende des Sportvereins, in das sie vor einem Jahr gewählt wurde. Dadurch sei mehr Arbeit und Verantwortung auf sie zugekommen, sagt sie. Aber sie stehe nicht allein und finde Unterstützung bei vielen Helfern. Die Belastung halte sich in Grenzen. Nach wie vor leitet sie die Geschäftsstelle im Amtshaus Hörnerkirchen, wo sie sich mit den Anliegen von Mitgliedern und, insbesondere donnerstags, mit denen von Übungsleitern befasst. Es komme natürlich auch vor, dass persönliche Probleme an sie herangetragen würden, berichtet sie. Das Bild der Westerhornerin wäre unvollständig ohne den Hinweis auf ihre Jugendarbeit im SV-Höki-Treffpunkt „Teestube“, die bemerkenswerte 20 Jahre umfasst, und auf ihr Amt als stellvertretende Bürgermeisterin von Westerhorn.

Entspannung findet Kerstin Rubart beim Lesen norddeutscher Kriminalromane und bei der Pflege des 1800 Quadratmeter großen Gartens in Westerhorn. Ein- bis zweimal jährlich verreist sie mit ihrem Mann an die Nordsee nach Dänemark, wo sie viel mit dem Rad unterwegs sind. Danach freuen sie die beiden wieder auf ihr erweitertes Zuhause, das beruflich und familiär zwischen Westerhorn und Barmstedt liegt.







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erstellt am 15.Apr.2016 | 11:47 Uhr

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