zur Navigation springen
Pinneberger Tageblatt

23. August 2017 | 21:38 Uhr

Kreis Pinneberg : Für Erdbeben gut gerüstet

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Unglücksszenario für den Kreis: Eine fünftägige Übung bereitete Katastrophenschützer auf Krisen und Erschütterungen vor.

Ein Erdbeben der Stärke 6,8 erschüttert den Ortenaukreis. In Folge des Erbebens kommt es zu zwei Dammbrüchen des Rheines und mehrere Ortschaften werden überflutet. Zirka 1000 Personen sind verschüttet, 15 000 Menschen verletzt und mehr als 100 000 Einwohner sind obdachlos. Im gesamten Kreisgebiet herrscht Stromsaufall. Der Katastrophenalarm wird ausgelöst.

Mit diesem Szenario sah sich der Führungsstab des Katastrophenschutzes des Kreises Pinneberg konfrontiert, als er unter Führung von Rüdiger Langels von der Kreisverwaltung diese Lage beherrschen sollte. Und damit sind auch die Katastrophenschützer im Kreis gerüstet, sollte es – wider Erwarten – doch einmal zu einem schweren Erdbeben in der Region kommen. Das weiß auch Kai Büche aus dem Fachdienst Sicherheit und Verbraucherschutz, der auch für den Katastrophenschutz zuständig ist. Dennoch resümierte er: „Auch wenn ein solch starkes Erdbeben in unserer Region unwahrscheinlich ist, ist es wichtig, dass wir uns auf ein großflächiges Schadensereignis vorbereiten. Die Herausforderungen bei einer solchen Lage sind immens.“

Wo liegen die Prioritäten bei einer solchen Katastrophe? Wie wird Menschenrettung mit zerstörter Infrastruktur wie Straßen ermöglicht und wie kann die Evakuierung eines großen Gebietes funktionieren? All dies sei während der Ausbildungsveranstaltung geübt worden. „Die Zusammenarbeit aller Vertreter im Katastrophenabwehrstab hat funktioniert“, erklärte Büche zufrieden. „Das Zusammenspiel der verschiedenen Stabsverantwortlichen insbesondere in Extremsituationen und bei höchster Anspannung ist sehr gut gewährleistet. Die umfassenden fachlichen Kenntnisse aller Beteiligten und der gute persönliche Umgang miteinander stimmen mich zuversichtlich, dass wir im Kreis Pinneberg für eine – hoffentlich nie eintretende – Katastrophen-Situation gut gerüstet sind“, so Büche weiter.

Insgesamt fünf Tage lang haben die Kreis Pinneberger an der Akademie für Krisenmanagement, Notfallplanung und Zivilschutz des Bunds in Ahrweiler bei Bonn an der Übung teilgenommen. Dabei ging es allerdings nicht nur um ein Erdbeben. Der Führungsstab musste auch beweisen, dass ähnliche Situationen im Kreis Pinneberg unter Kontrolle gebracht werden können. Die Verantwortlichen aus der Kreisverwaltung, von der Feuerwehr, vom Deutschen Roten Kreuz und vom Rettungsdienst waren im „Einsatz“ und wurden von Verbindungsleuten der Polizei unterstützt.

Der Kreis Pinneberg bereitet sich laut Kreissprecher Marc Trampe systematisch auf Krisensituationen und Katastrophen vor, „um im Fall der Fälle schnell und effektiv einsatzbereit zu sein“. Dabei werde der Kreis durch viele Helfer von Feuerwehr, Rettungsdienst, THW, Polizei, Bundeswehr und DLRG unterstützt. Verschiedene Szenarien wie zum Beispiel eine Sturmflut oder ein lang anhaltender Stromausfall übten die Katastrophenschützer regelmäßig. „Absprachen mit Verkehrsunternehmen, Versorgungsbetrieben und vielen anderen Stellen helfen in einer tatsächlichen Krisensituation, schnell die notwendigen Maßnahmen einzuleiten“, erläuterte Trampe.

zur Startseite

von
erstellt am 07.Okt.2013 | 16:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen