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Pinneberger Tageblatt

18. August 2017 | 15:09 Uhr

Für einen guten Start ins Leben

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Seit 25 Jahren bietet die Evangelische Familienbildung Pinneberg Kurse für Babys und ihre Eltern an

Als die Evangelische Familienbildung 1989 erstmals Kurse für Eltern mit Babys im ersten Lebensjahr anbot, betraten die Organisatoren Neuland in Schleswig-Holstein. „Um die ersten Kurse vollzubekommen, mussten wir Freunde fragen“, erinnert sich Maren Kohn, die seit 1990 dabei ist. 25 Jahre später kommen jede Woche zwölf Gruppen von jeweils acht Müttern mit ihren Babys in die Pinneberger Räume der Familienbildung. In Quickborn, Uetersen, Rellingen-Egenbüttel und Bönnignstedt sind es jeweils vier Gruppen. Gearbeitet wird mit den Methoden DELFI und PEKIP. Das Ziel der Kurse: „Wir wollen die Kinder ab der sechsten Lebenswoche bis zum ersten Geburtstag begleiten.“ Die Kursleiterinnen zeigen den Eltern dabei Lieder, Spiele und Übungen für die Kinder und können eine erste Anlaufstelle bei Entwicklungsproblemen oder Erkrankungen sein. Kohn: „Da wir viel Erfahrung mit Babys haben, fallen uns einige Dinge schneller auf. Wir vermitteln dann zum Beispiel an Ärzte.“

Ebenso wichtig ist jedoch der Austausch der Mütter untereinander. Kohn sagt: „Es entstehen viele Freundschaften untereinander.“ Das Programm entstand vor 25 Jahren auch als Reaktion darauf, dass die Großeltern oft nicht mehr in der gleichen Stadt wohnen und weniger Kinder in den Familien geboren werden. „Manchmal ist das eigene Baby das erste, dass eine Mutter im Arm hält“, so Kohn. In solchen Situationen könnten sowohl die fachkundige Beratung, als auch das Gespräch mit anderen Müttern dazu beitragen, viele Sorgen zu zerstreuen. „Wenn man allein ist, denkt man oft, dass nur das eigene Kind soviel schreit und beginnt sich Sorgen zu machen“, sagt Kohn, „in der Gruppe lernt man schneller, mit solchen Situationen umzugehen.“

Auch die moderne Informationsgesellschaft kann Eltern verunsichern. „Da lesen manche Eltern im Internet, ihr Kind müsse nach sechs Monaten durchschlafen und machen sich verrückt, weil es bei ihnen nicht so ist.“

Für die Mitarbeiterinnen der Familienbildungsstätte sei es am wichtigsten, das Bauchgefühl der Eltern zu fördern. „Sie wissen oft gar nicht, wie gut sie ihre Sache in Wirklichkeit machen – wir wollen auch Mut zusprechen.“ Um die steigende Nachfrage zu decken, bilden Kohn und ihre Kollegin Anita Sieg seit 2001 selbst Kursleiterinnen aus. 90 Frauen haben die Ausbildung seitdem durchlaufen. Manche wirken mittlerweile in Berlin oder Frankfurt. Einmal im Jahr besuchen die Kursleiterinnen Fortbildungen, um auf dem Laufenden zu bleiben.. „Wir passen unser Konzept regelmäßig an den aktuellen Wissensstand an“, betont Kohn.

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erstellt am 28.Feb.2014 | 16:00 Uhr

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