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Pinneberger Tageblatt

17. Oktober 2017 | 17:48 Uhr

Für eine Woche groß im Geschäft

vom

shz.de von
erstellt am 16.Aug.2013 | 01:14 Uhr

Pinneberg | Korays Gesicht schmücken bunte Sonnen und eine schwarze Katzennase. Gegen Geld durften ihn die Passanten in der Pinneberger Innenstadt gestern schminken. Nur eine der vielen Geschäftsideen, die von den Schülern der Johann-Comenius Schule aus Thesdorf im Rahmen ihrer Projektwoche"Business for a week" entwickelt wurden.

Das Projekt des gemeinnützigen Vereins "Futurepreneur" fand zum ersten Mal in Schleswig-Holstein statt und soll den Unternehmergeist der 21 Schüler der neunten Klasse wecken, erläutert Kerstin Heuer. "Außerdem fördert es die Selbstständigkeit der Jugendlichen", so die Initiatorin des Vereins weiter.

In den vier Tagen der Projektwoche konnten sich die Schüler der Gemeinschaftsschule mit Unternehmern aus Pinneberg treffen, viele Fragen stellen, um sich schließlich ein eigenes Produkt zu überlegen und ein Unternehmen zu gründen. Als Höhepunkt des Programms präsentieren die Schüler ihre Ideen und Produkte in der Pinneberger Einkaufsstraße und vor dem Geschwister-Scholl Haus. "Jeder der Schüler hat seine Fähigkeiten und Begabungen, diese versuchen wir gemeinsam herauszufinden", berichtet Heuer. Die 15-Jährige Francesca Lenknereit kann gut backen, also verkauft sie mit ihrer Freundin Vivien selbst gemachte "dolce Muffins". "Wir können uns gut vorstellen uns später selbstständig zu machen", sagen die beiden Schülerinnen begeistert.

Auch das Setzen von Zielen gehört zu der Projektwoche des seit 2009 bestehenden Vereins dazu. Dabei muss es nicht immer um Geld gehen, auch eine bestimmte Anzahl von Menschen auf der Straße anzusprechen, gehört zu den Herausforderungen der 14 bis 16- Jährigen. "Am Anfang haben wir gedacht, dass es voll peinlich ist die Leute anzusprechen, um denen unsere Waffeln zu verkaufen, aber jetzt macht es Spaß", berichten Alina Heising, Gina-Maria Nuske und Katharina Silberberg. Auch der Lehrer der Förderklasse, Carsten Weigmann, ist von seinen Schützlingen beeindruckt: "So kenne ich die Schüler teilweise gar nicht. Das die so mutig sein können".

"Schüler, die in der Schule vielleicht nicht immer so ihre Fähigkeiten zeigen und deswegen wenig positive Resonanz bekommen, können sich in diesem, anderen Umfeld ausleben und spielerisch Erfolge sammeln", erklärt Initiatorin Heuer. Die Jugendlichen sollen durch diese Erfahrung lernen sich auf den flexiblen Arbeitsmarkt einzustellen und sind viel souveräner, begründet Heuer die frühe Forderung des Gründergeists.

Ein anderes junges Waffelverkaufsteam am Geschwister-Scholl Haus hat sich zumindest schon einen flotten Werbeslogan überlegt: "Wir wollen Pinneberg mit unseren Waffeln glücklich machen".

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