Heideweg-Schule : Für das Jetzt und die Zukunft rüsten

„Mal richtig Fußball spielen können“: Das wünscht Rektor Volker Schwarz   den Kindern und Jugendlichen an der Heideweg-Schule in Appen-Etz.
1 von 6
„Mal richtig Fußball spielen können“: Das wünscht Rektor Volker Schwarz den Kindern und Jugendlichen an der Heideweg-Schule in Appen-Etz. (Fotos: Damm)

An der Schule für körperlich und geistig behinderte Kinder und Jugendliche in Appen-Etz herrscht Platzmangel. Am Donnerstag tagt der Ausschuss für Schule, Kultur und Sport.

Avatar_shz von
09. Juli 2014, 22:30 Uhr

Appen/Pinneberg | „Dringender Handlungsbedarf an der Heideweg-Schule“ – so beginnt die Pressemitteilung, in der die Kreis Pinneberger CDU ihr einstimmiges Votum zur Umsetzung der Ausbau- und Sanierungspläne für das Förderzentrum in Appen-Etz ankündigt. Schulleiter Volker Schwarz sei selbstredend derselben Ansicht: „Wir brauchen den Ausbau, um für die Zukunft gerüstet zu sein.“

Am Donnerstag ab 18.30 Uhr kommt der Ausschuss für Schule, Kultur und Sport in der Beruflichen Schule Pinneberg, Bahnhofstraße 6 b, zusammen, um unter anderem darüber zu beraten. Unter Tagesordnungspunkt fünf wird er sich mit den Eckpunkten des Bauvorhabens an der Schule für körperlich und geistig behinderte Kinder und Jugendliche sowie mit dessen Finanzierung befassen. Schwarz sei zuversichtlich, dass das Anliegen breite Zustimmung findet: „Die Politik ist unseren Wünschen und Bedürfnissen gegenüber parteienübergreifend sehr aufgeschlossen. Ich gehe davon aus, dass die anderen Fraktionen es genauso sehen wie die CDU und gucken, was sie ermöglichen können.“

Gezeigt habe sich dies in der Vergangenheit bereits mit der Realisierung eines Freiplatzes für Basketball und Fußball sowie mit dem Ausbau aus dem Jahr 2007. Doch der reiche nicht mehr aus. Aktuell werden laut Schwarz in der Heideweg-Schule 120 Kinder und Jugendliche zwischen 6 und 18 Jahren unterrichtet, für das Schuljahr 2014/2015 rechne er mit 123 Schülern – Tendenz steigend. „Deshalb besteht schon jetzt großer Bedarf.“ Ziel sei es deshalb, die Zahl der Klassenräume von 13 auf 16 zu erhöhen und einen Werkraum einzurichten. Um das bestehende Platzproblem zu lösen, nutze man derzeit schon einen Werk- und einen Geräteraum als Klassenzimmer. Außerdem seien zu Schuljahresbeginn zwei Container aufgestellt worden. „Wir wollen ja nicht auf Dauer in Containern unterrichten“, sagte Schwarz. Zumal die Klassenstärke von acht bis elf Schülern trügerisch sei. Denn außer der jeweiligen Lehrkraft kämen pro Klasse noch zwei bis drei sozialpädagogische Mitarbeiter, individuelle Betreuer oder sogenannte Bufdis (Bundesfreiwilligendienstleistende) hinzu.

Auch für das Personal sei es zu eng geworden in der Heideweg-Schule. Als die Schule 1978 gebaut wurde, wurde ein 30-köpfiges Kollegium zugrunde gelegt – mittlerweile sind es 50 Mitarbeiter. „Dienstversammlungen halten wir deshalb in der Aula ab“, berichtete Schwarz von notwendigen Behelfsmaßnahmen. Die Realisierung eines „ausreichend großen und zentral gelegenen Lehrerzimmers“ ist deshalb ebenfalls Teil der Beschlussvorlage, mit der sich der Ausschuss heute beschäftigt, ebenso wie mit der Sporthalle. „Die ist damals als Gymnastikhalle konzipiert worden.“ Ein vielfältiger Sportunterricht sei dort kaum möglich. Geplant seien deshalb der Einbau von Fenstern, eine höhere Decke und die Vergrößerung der Nutzfläche. „Damit die Schüler mal richtig Fußball spielen können“, sagte Schwarz. Gerade für die älteren Schüler sei das wichtig. Neben den Ausbauten ständen auch Sanierungen an. So sei es ein Teil der Planungen, die Lehrküche zu modernisieren sowie Leitungen und Rohre der Sanitäranlagen zu überholen.

Mit der Heideweg-Schule in Appen-Etz und der Raboisenschule in Elmshorn verfügt der Kreis Pinneberg nach eigenen Angaben über zwei Förderzentren, die auf Schülerinnen und Schüler mit dem Förderschwerpunkt körperliche und motorische Entwicklung spezialisiert sind. Gutachten und Feststellung eines entsprechenden Förderbedarfs sind demnach Voraussetzungen zur Einschulung.
zur Startseite
Karte

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen