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Funsport in Pinneberg : Frühstart der Wasserski-Arena zu Ostern

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Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Wegen des milden Winters öffnet die Arena am Fahlt bereits am 19. April ihre Pforten. Ein neuer Beach-Club entsteht. Auch der Lift wurde technisch überholt.

shz.de von
erstellt am 09.Apr.2014 | 15:00 Uhr

Pinneberg | Sein Name ist Sebastian Eppinger. Er ist 26 Jahre alt. Gelernter Gastronom. Und er will zum Retter des Wasserski-Standorts Pinneberg werden. Nach der Insolvenz seines Vorgängers Peter Schattenfroh startet Eppinger mit seinem Unternehmen Cabelsport Arena Pinneberg am Sonnabend, 19. April, in die Saison. Früher als gedacht. Der milde Winter hat dem neuen Betreiber in die Karten gespielt. „Diese Anlage ist ein Rohdiamant“, sagt der neue Chef.

Seit dreieinhalb Monaten wird auf dem Grundstück am Fahlt gewerkelt. Jede Menge Unrat musste abtransportiert werden. Die alten, maroden Gastro-Buden sind verschwunden. Im hinteren Bereich des Areals entsteht ein Beach-Club. Den Lift hat Eppinger überholen lassen. „Wir wollen schon in diesem ersten Jahr gewährleisten, dass es keine Ausfälle beim Betrieb gibt.“

Etwa 500.000 Euro sind bereits in die Sanierung der Anlage geflossen. Eppinger wird noch mehr investieren. Voraussichtlich 2015 soll an der Burmeisterallee ein Fischrestaurant mit gehobener Küche und ganzjährigem Betrieb eröffnet werden. Am Rand des früheren Badesees soll eine Liegewiese entstehen. In den vergangenen Jahren hatte es öfters Beschwerden über Lärm gegeben. Dem will der neue Chef aus dem Weg gehen. Im Miteinander mit Nachbarn setzt Sebastian Eppinger auf einen engen Draht. „Wir haben bereits zusammengesessen.“ Los geht es zunächst mit gebremstem Schaum, schließlich sind die Umbauarbeiten an der Burmeisterallee noch nicht abgeschlossen. Speisen wird es ab 19 April trotzdem schon geben. „Wir setzen zunächst auf Pasta-Küche.“ Die offizielle Eröffnungsparty soll dann im August steigen.

Eppinger gehörte selbst seit langem zu den Stammgästen des Wasserski-Lifts. Er hofft auf einen passablen Sommer, rechnet mit etwa 6000 Sportlern, die pro Saison nach Pinneberg kommen. „Meine Kalkulation geht allerdings vom schlechtesten Fall aus, ich habe keine Lust, morgens mit einem üblen Gefühl aufzuwachen.“ Geöffnet ist die Pinneberger Cablesport Arena am Ostersonnabend ab 10 Uhr.

Es ist der 19. März 2013, als es bittere Gewissheit wird: Pinnebergs 2007 am Fahlt eröffneter Wasserski-Arena droht das Aus. Betreiber Peter Schattenfroh hat Insolvenz angemeldet. Als Hauptgrund für den wirtschaftlichen Kollaps nennt der in der Kreisstadt lebende Geschäftsführer die schlechten Sommer der vergangenen Jahre. Zudem habe er selbst Fehler gemacht. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wird der Jurist Simon Boës bestellt. Der macht sich gemeinsam mit den Stadtwerken, denen das Arena-Gelände am Fahlt gehört, auf die Suche nach Investoren – und wird fündig. Am 19. Dezember setzt Andreas Eppinger seine Unterschrift unter den Kaufvertrag. In diesem Moment wird der Rellinger Geschäftsmann zum Besitzer der Pinneberger Wasserski-Arena. Er kündigt an, 500.000 Euro zu investieren, will sogar ein Fischrestaurant eröffnen. Leiten wird den Betrieb sein Sohn – Sebastian Eppinger.
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