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Pinneberger Tageblatt

20. Oktober 2017 | 15:27 Uhr

Frühjahrsbelebung bleibt zaghaft

vom

shz.de von
erstellt am 30.Mai.2013 | 01:14 Uhr

Kreis Pinneberg | Die Frühjahrsbelebung auf dem Arbeitsmarkt ist weiterhin kaum feststellbar. Das machen die aktuellen Zahlen der Agentur für Arbeit für den Kreis Pinneberg deutlich. Im Mai waren 8661 Personen arbeitslos gemeldet, was einer Quote von 5,3 Prozent entspricht. "Die Frühjahrsbelebung bleibt auch im Mai zaghaft", sagte Thomas Kenntemich, Leiter der Agentur für Arbeit Elmshorn. Dennoch: Im Vergleich zum April (5,6 Prozent) ist die Quote leicht gesunken.

Üblicherweise werden im Mai vermehrt Einstellungen durch die Unternehmen vorgenommen. Doch bisher blieb die Nachfrage nach zusätzlichen Arbeitskräften eher verhalten. "Der strenge Winter wirkt noch lange nach und auch der konjunkturelle Rückenwind ist derzeit abgeflaut", erläuterte Kenntemich. In Zahlen bedeutet das: 761 Personen meldeten sich im Mai aus der Arbeitslosigkeit in eine neue Beschäftigung ab. Das sind 1,2 Prozent mehr als im April, aber 4,3 Prozent weniger als im Mai des vergangenen Jahres.

"Vor allem durch die saisonal üblichen Wiedereinstellungen in Branchen wie dem Baubereich, dem Garten- und Landschaftsbau oder der Gastronomie wurde die Arbeitslosigkeit in den vergangenen Wochen abgebaut", sagte der Elmshorner Agentur-Leiter. Insgesamt zeige sich der Arbeitsmarkt mit den relativ niedrigen Arbeitslosenquoten im Kreis Pinneberg weiterhin auf einem guten Niveau und in stabiler Verfassung, so Kenntemich weiter.

Was den Ausbildungsmarkt betrifft, so stehen im Kreis Pinneberg derzeit 754 noch nicht vermittelte Bewerber 704 unbesetzten Ausbildungsstellen gegenüber. Während die Zahl der gemeldeten Stellen seit Oktober 2012 im Vergleich zum Vorjahreszeitzraum gesunken ist - von 1485 auf 1428 - hat sich die Zahl der gemeldeten Bewerber erhöht. Doch im Agenturbezirk Elmshorn, der die Kreise Pinneberg und Segeberg umfasst, gibt es noch zirka 1300 offene Ausbildungsstellen. Da viele Entscheidungen von Betrieben erst kurz vor Ausbildungsbeginn fallen, appellierte Kenntemeich an alle Beteiligten: "Ausbildungsbetriebe sollten nicht bis zuletzt warten, sondern jetzt ihre Bewerbungsverfahren abschließen. Und Bewerber, die mehrere Zusagen haben, sollten sich nun entscheiden, die anderen Angebote umgehend absagen und die Berufsberatung informieren." Und weiter: "Je früher alle Beteiligten Klarheit haben, desto größer sind die Chancen für die noch suchenden Jugendlichen und Ausbildungsbetriebe, Alternativen zu finden".

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