Frost wird der Apfelernte zusetzen

<strong> Organisatoren der</strong> Holsteiner Apfeltage stellten in Haselau-Hohenhorst das Programm vor. <foto>Witt</foto>
Organisatoren der Holsteiner Apfeltage stellten in Haselau-Hohenhorst das Programm vor. Witt

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16. Mai 2013, 01:14 Uhr

Kreis Pinneberg | "Durch die Kälte im März haben wir insgesamt eine Verzögerung der Apfelblüte um 14 Tage und leider auch Schäden", sagte Raimond Kleinwort vom Obstgut Deekenhörn in Haselau-Hohenhorst anlässlich der Programm-Präsentation der 15. Holsteiner Apfeltage (siehe Kasten). In einer Nacht sei die Temperatur in der Marsch sogar auf minus 19 Grad gefallen - das habe ihn zirka 20 Prozent der Blüten gekostet.

Inwieweit das die Ernte beeinträchtigt, könne Kleinwort jetzt noch nicht sagen, weil die Natur die Verluste durch Nachwuchs auch wieder ausgleiche. Die fehlenden zwei Wochen seien da schon entscheidender. Kleinwort: "Bis die Ernte in den Verkauf kommt, haben die Früchte 14 Tage weniger Zeit, Größe zu entwickeln. Sie werden also zwei bis drei Millimeter kleiner sein. Ich schätze den Verlust sehr grob auf zirka zehn Prozent - was sehr viel ist. Aber das betrifft ganz Europa und wird durch die höheren Preise wirtschaftlich auch wieder kompensiert." Insgesamt schaue er mit positiver Stimmung auf das bevorstehende "Apfeljahr".

Wie Kollege Kleinwort züchtet auch Ilka Früchtnicht vom gleichnamigen Obsthof in Seester Bienen, die nach ihrer Aussage mittlerweile 80 Prozent der Blütenbestäubung übernehmen, die ansonsten von Hand zu erfolgen hätte. "Für uns Obstbauern ist die Arbeit der Bienen eine riesengroße Hilfe und die Tiere sind das einzige Insekt, das diese Fähigkeit hat. Daher ist der Schutz der Bienenvölker extrem wichtig", so Früchtnicht, die sich ansonsten schon sehr auf den 20. Oktober freue.

Dann nämlich wird auf ihrem Hof in Seester im Zuge der Holsteiner Apfeltage der mittlerweile achte "Apfelquetschertag" gefeiert - mit allem, was sich bewährt hat. Früchtnicht: "Es gibt die beliebte, selbstgemachte Kar toffelsuppe mit Würstchen, auch Kaffee und Kuchen, Bratapfel und jede Menge Unterhaltung. Man kann auch seine eigenen Äpfel mitbringen, aus denen wir dann frischen Apfelsaft pressen."

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