zur Navigation springen

Deutsch-Amerikanische Gesellschaft : Freundschaft über Ozeane hinweg

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Am 25. Februar feiert sie 30-jähriges Bestehen: Die Deutsch-Amerikanische Gesellschaft Rockville-Pinneberg. Im Rathaus wird es einen Festakt geben.

„Wir haben 170 Mitglieder, mehr als jede Pinneberger Partei“, sagt Bernd Hinrichs lachend. Der Präsident der Deutsch-Amerikanischen Gesellschaft Rockville-Pinneberg (DAGRP) ist stolz darauf, wie aktiv die Pinneberger ihre Freundschaft mit der Partnerstadt auf der anderen Seite des Atlantiks pflegen. Seit mehr als 56 Jahren besteht die Städtepartnerschaft mit dem Ort in den USA. Die DAGRP feiert am 25. Februar ihren 30. Geburtstag mit einem Festakt im Pinneberger Ratssitzungssaal.

Ein Rückblick: Die 1950er Jahre neigen sich dem Ende zu. Die Wunden des Zweiten Weltkriegs sind noch am Verheilen, doch in Zeiten des Kalten Krieges will Präsident Dwight D. Eisenhower freundschaftliche Beziehungen zum Bündnispartner Westdeutschland festigen. Sein Plan: Kleinere Städte aus dem Speckgürtel von Washington, D.C., sollen sich Partnerstädte in Deutschland suchen. Der Blick fällt dabei zunächst auf das Hamburger Umland. Am 13. Oktober 1957 proklamiert
Dickram Hovsepian, Bürgermeister der Kleinstadt Rockville im Bundesstaat Maryland, Pinneberg zur Partnerstadt seiner Kommune und besucht Deutschland noch im November des gleichen Jahres. 1958 erfolgt der Gegenbesuch des Pinneberger Bürgermeisters Henry Glissmann. „Er wurde wie ein Staatsgast empfangen und in der offenen Karosse durch die Stadt gefahren“, erzählt Hinrichs, der seit 2007 Präsident der DAGRP ist. Die Beziehungen zwischen den Städten hielten an – obwohl Transatlantikflüge damals noch bedeutend langwieriger waren. Nach einem kleinen Durchhänger intensivierte sich der Kontakt zwischen Pinneberg und Rockville in den 1980er Jahren wieder. Eine besondere Triebfeder war der damalige Bürgermeister der amerikanischen Partnerstadt, John Freeland.

Ein Pinneberger Arzt rief dann die DAGRP ins Leben. „Dr. Hartmut Nolte war so begeistert von der Gastfreundschaft in den USA, dass er 1984 die Gesellschaft gründete“, so Hinrichs und fügt hinzu: Die Organisation erfreut sich von Beginn an regen Zulaufs. „Seitdem haben sich tiefe Freundschaften zwischen Menschen aus den beiden Städten entwickelt.“ Er selbst versucht Rockville einmal im Jahr zu besuchen. Die wichtigste Aufgabe der Deutsch-Amerikanischen Gesellschaft ist heute die Förderung des Schüleraustauschs. „Wir wollen es jungen Leuten ermöglichen, einmal einen anderen Kulturkreis kennenzulernen“, so Hinrichs. Dabei fördert die DAGRP sowohl die Besuche ganzer Schülergruppen, als auch einzelne Schüler, die ein ganzes Jahr auf der anderen Seite des großen Teichs verbingen wollen.

>
dagrp.de

zur Startseite

von
erstellt am 08.Feb.2014 | 16:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen