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Die fleißigen Helfer im Alltag : Freiwilligen Forum Pinneberg feiert 20. Geburtstag

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Die ehrenamtlichen Mitarbeiter unterstützen Menschen in allen Lebensbereichen.

von
erstellt am 03.Feb.2016 | 17:30 Uhr

Pinneberg | Menschen helfen Menschen – in ihrer Freizeit und ohne einen Cent dafür zu erhalten. Auf diese knappe Formel lässt sich die Arbeit des Freiwilligen Forums Pinneberg zusammenfassen. Seit 20 Jahren gibt es das Projekt in Pinneberg. Am kommenden Sonnabend wird das Bestehen im Rathaus in der Bismarckstraße (Beginn: 11 Uhr) groß gefeiert – und die Führung in jüngere Hände gelegt.

Noch tragen Edeltraud Bergmann und Renate Scobel den Staffelstab. Die beiden 70  und 76 Jahre alten Frauen haben das Freiwilligen Forum gemeinsam mit ihrer bereits verstorbenen Kollegin Gritta Wrocklage am 6. Februar 1996 ins Leben gerufen. „Es gab damals einen Veränderungsprozess in der Gesellschaft. Statt bis 65 zu arbeiten, sind immer mehr Menschen schon mit 55 Jahren in den Vorruhestand gegangen und haben dann natürlich eine Aufgabe gesucht, ihr Wissen und Können einzubringen“, sagt Scobel. Doch die Möglichkeiten, sich ehrenamtlich zu betätigen, seien begrenzt gewesen. Eine Dienstreise der Kirchenkreis-Mitarbeiterin nach London habe ihr dann die Augen geöffnet. „Dort war die Freiwilligen-Arbeit weit verbreitet und in jedem Stadttel präsent“, so Scobel. Zurück in der Heimat, habe sie sich sofort an die Erarbeitung eines Konzepts gemacht. Der Tenor: Menschen bestimmen selbst, welche Hilfe sie anbieten wollen. Sie – und nicht die Hilfesuchenden – stehen im Mittelpunkt des Geschehens.

Die Palette der Aufgaben, der sich die Freiwilligen in Pinneberg widmen, ist groß. Besuche bei Senioren zählen ebenso dazu wie die Erledigung von Boten- und Behördengängen oder das Hüten von kleinen Kindern. Andere lesen in Kindergärten vor oder helfen Schülern bei der Erledigung ihrer Hausaufgaben. Der überwiegende Teil der aktuell mehr als 160 Ehrenamtlichen ist laut Bergmann weiblich, der Altersschnitt beträgt 65 Jahre. Dass die Zahl der Freiwilligen seit der Gründung 1996 sukzessive angestiegen ist, macht Scobel und Bergmann stolz. Denn der Erfolg des Projekts sei anfangs nicht unbedingt absehbar gewesen. „Zur Gründung waren wir 50  Leute mit 20 Angeboten“, sagt Bergmann. Doch bis zum ersten Einsatz, einem Besuchsdienst, habe es dann immerhin noch drei Wochen gedauert.

Mittlerweile ist das Projekt, das sich allein aus Spenden finanziert, eine Erfolgsgeschichte, die im Kreis mehrere Nachahmer gefunden hat. Deswegen ist der runde Geburtstag für die beiden Frauen ein willkommener Anlass, sich zurückzuziehen. „Wir hinterlassen ein gut bestelltes Haus“, sagt Scobel. Das Damen-Doppel wird dabei im Übrigen von zwei Männern abgelöst. Joachim Moll und Uwe Richter, habe man seit vergangenem April eingearbeitet.

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