Freiheit der Kunst erhalten

FKJ’lerin Charlotte Zilsch (von links), Künstlerin Marion Inge Otto-Quoos, Stefanie Fricke, Leiterin der Pinneberger Drostei, die Leiterin des Pinneberg Museums Ina Duggen-Below, Pinnebergs Bürgervorsteherin Natalina Di Racca-Boenigk (CDU), CDU-Politiker Jürgen Jacob und FKJ’lerin Saphira Fock präsentieren ihren Banner.
FKJ’lerin Charlotte Zilsch (von links), Künstlerin Marion Inge Otto-Quoos, Stefanie Fricke, Leiterin der Pinneberger Drostei, die Leiterin des Pinneberg Museums Ina Duggen-Below, Pinnebergs Bürgervorsteherin Natalina Di Racca-Boenigk (CDU), CDU-Politiker Jürgen Jacob und FKJ’lerin Saphira Fock präsentieren ihren Banner.

Drostei und Pinneberg Museum nehmen gemeinsam an der Kampagne „Erklärung der Vielen“ teil / Auch Bürger können unterschreiben

shz.de von
23. Januar 2019, 16:00 Uhr

In der deutschen Geschichte sind Kunst und Kultur schon einmal für Propaganda-Zwecke missbraucht worden, sagt Stefanie Fricke. Die Leiterin der Drostei setzt nun alles daran, dass das nicht noch einmal passiert. So hat sie sich mit der Leiterin des Pinneberg Museums Ina Duggen-Below zusammengetan, um an der Kampagne „Erklärung der Vielen“ teilzunehmen. Dafür haben Charlotte Zilsch und Saphira Fock eine Rettungsdecke mit dem pink-leuchtenden Schriftzug „Wir sind Viele“ beklebt. Die beiden jungen Frauen machen zurzeit ihr freiwilliges kulturelles Jahr in den beiden Einrichtungen. Das Banner soll morgen zwischen der Drostei und dem Museum auf dem Drosteiplatz gespannt werden. Damit wollen die Pinneberger Kulturschaffenden auf die Gefährdung der Kunstfreiheit aufmerksam machen.

„Rechte Gruppierungen und Parteien versuchen immer wieder, kulturelle Veranstaltungen zu unterbinden oder zu torpedieren“, erläutert Duggen-Below den Hintergrund der Aktion. Das dürften nicht nur die Kulturschaffenden und -interessierten nicht einfach so hinnehmen, sondern stelle auch für den Rest der Bevölkerung eine Gefahr dar, sagt Pinnebergs Bürgervorsteherin Natalina di Racca-Boenigk (CDU). „Jemand, der Kunst beschneiden will, hat ja nicht nur diesen einen Hintergedanken“, fügt sie an. Das Motiv, eine Theateraufführung zu stören, liege ja beispielsweise nicht nur darin, die Darbietung von Kunst zu verhindern, sondern habe auch politisch motivierte Gründe. „Am Ende geht es bei der Kunst aber um Freiheit“, stellt Fricke klar. Deshalb wird es außer dem leuchtenden Banner noch eine mit goldener Farbe besprühte Leinwand geben, auf der jeder unterschreiben kann, der die Aktion, die morgen um 11 Uhr beginnt, unterstützen möchte.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen