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Pinneberger Tageblatt

21. September 2017 | 16:20 Uhr

Strassenbau : Freie Bahn für die K22?

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Verkehrsminister Meyer ist für eine zeitnahe Realisierung. Jetzt laufen Gespräche zwischen dem Land, dem Kreis, Tornesch und der Bahn zur Gleisüberquerung.

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erstellt am 30.Apr.2014 | 16:00 Uhr

Tornesch | Die Tornescher Politik hat vorgelegt: In der jüngsten Sitzung hat der Bauausschuss mit den Stimmen der SPD und CDU sämtliche Entscheidungen zum Ausbau der Kreisstraße 22 (K22) aufgehoben, die gegen eine Realisierung auf der vorgesehenen und zur Planfeststellung vorliegenden Trasse sprechen. Der SPD-Ortsvorsitzende Manfred Mörker wählte noch einen weiteren Weg, um das Projekt voranzutreiben und hat sich in einem Brief an den Wirtschafts- und Verkehrsminister Reinhard Meyer (SPD) gewandt.

Mörker weist auf die „Wichtigkeit der Realisierung des Baus der K22 für unsere Region“ hin. Als Argumente führt der SPD-Ratsherr etwa den Zuzug von bis zu 2500 Neubürgern durch Torneschs Neubaugebiete und den dadurch zu erwartenden Verkehrskollaps an. Minister Meyer zeigt in seinem Antwortschreiben Verständnis, denn Leistungsfähige Verkehrsverbindungen seien eine Grundlage für wirtschaftliche Entwicklung und dienten der Entlastung der Bevölkerung.

Kürzlich fanden Gespräche zwischen Land, Kreis, Tornesch und der Deutschen Bahn zum K22-Ausbau statt. Thema war, dass die Bahnübergänge „Denkmalstraße“ und „Gärtnerweg“ aufgehoben und durch eine Brücke ersetzt werden sollen. „Die erreichten Ergebnisse zeigen, dass alle Beteiligten an einer einvernehmlichen Lösung interessiert sind“, schreibt Meyer. Den positiven Verlauf der Gespräche bestätigt auch Kreissprecher Marc Trampe.

Der Verkehrsminister Meyer ist zuversichtlich, dass der Planfeststellungsbeschluss zum Bau der K22 in der zweiten Hälfte des Jahres erfolgen kann. Diese Erwartung teilt auch Trampe. Theoretisch könnte mit der Entscheidung ein Baubeginn im Jahr 2015 erfolgen. Beim Blick auf die Finanzierung weist Meyer darauf hin, dass das Verkehrsministerium auf Gelder, die sich aus dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz ergeben, setzt. Diese Förderung ende jedoch nach dem Jahr 2019.

Die K22 beschäftigt Tornesch seit Jahrzehnten. Zirka 30 Millionen Euro soll es kosten, die Verbindung zwischen Uetersen und der Landesstraße 110 in Tornesch auszubauen. Das Vorhaben beruht auf einem Vertrag von 1981 zwischen Tornesch und Uetersen mit dem Kreis Pinneberg.

Die Stadt Tornesch hat, um den Bedarf der K22 zu ermitteln, ein Verkehrskonzept in Auftrag gegeben. Die Forderung der Gegner der geplanten Trassenführung, die Interessengemeinschaft (IG) Südtangente, zur Übermittlung des Konzepts, wurde von der Stadt Tornesch abgelehnt. Grund: Das Konzept liegt noch nicht vor. IG-Sprecher Michael Krüger hat am Montagabend auf der Sitzung des Tornescher Hauptausschusses die Herausgabe der Verkehrszählungs-Daten gefordert. „Die Daten, die vorliegen, werden kopiert und übermittelt“, versicherte die Ausschussvorsitzende Verena Fischer-Neumann (SPD). Die Zahlen sollen bis übernächste Woche an die IG gesandt werden.
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