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Pinneberger Tageblatt

16. Dezember 2017 | 14:29 Uhr

Frauenpower für Flüchtlingshilfe

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Der Diakonieverein Migration ist in die Bahnhofstraße 41 umgezogen / Schüler der JBS helfen ehrenamtlich / Spende vom Bücherwurm

shz.de von
erstellt am 15.Apr.2016 | 15:38 Uhr

Seit November hat die Schülerin Maria Iordache jeden Donnerstag einen festen Termin: Direkt nach dem Unterricht in der Johannes-Brahms-Schule geht sie zur Diakonie Migration. „Ich bin im Team Fischer“, sagt sie und strahlt. Team Fischer? So nennen sich die ehrenamtlichen Helfer, die Karen Fischer zuarbeiten. Den sie organisiert die Integrations- und Sprachkurse des Diakonievereins Migration in Pinneberg.

In den vergangenen Monaten hatte sie eine Menge zu tun. „Der Andrang im November und Dezember war unglaublich. Wir haben innerhalb kürzester Zeit zehn Sprachkurse mit jeweils ungefähr 22 Personen auf die Beine gestellt“, erinnert sich Fischer. Der Verein ist gerade umgezogen, hat seinen Standort für die Sprachkursverwaltung in die Bahnhofstraße 41 verlegt. Auf 220 Quadratmetern hat das Team Fischer nun mehr Platz für Betreuung, Kurse und Verwaltung(diese Zeitung berichtete). Raumnummern gibt es nicht, stattdessen die Räume heißten stattdessen „Hope“ und „Fun“. „Weil die Kurse hier auch Spaß und Hoffnung machen sollen“, erklärt Fischer.

Iordache kam selbst vor zwei Jahren aus Rumänien nach Pinneberg. „Letztes Jahr konnte ich selbst noch kein Deutsch. Ich weiß wie schwer es ist sich erst einmal zurechtzufinden“, erklärt die 18-Jährige, die noch vier weitere Sprachen beherrscht. Die junge Frau möchte deshalb Menschen in ähnlichen Lebenssituationen helfen. Bei der Diakonie führt sie zum Beispiel Interviews mit den Asylbewerbern, um das Sprachniveau festzustellen.

Helfen wollte auch Monika Frömming vom Bücherwurm. Im Eingangsbereich der Pinneberger Buchhandluch hat sie deswegen Anfang Januar die übrigen Kalender für 2016 angeboten. Gegen eine Spende für die Flüchtlingshilfe. „Das war ein voller Erfolg. Die Kunden haben zum Teil mehr als den Ladenpreis gespendet“, sagt Frömming. „Und sogar Kinder haben ihr Taschengeld gespendet“, zeigt sie sich beeindruckt. Außerdem habe ein Herr noch Bücher dazugelegt, die ebenfalls gegen eine Spende für die Flüchtlingshilfe erworben werden konnten.

Generell erlebe Frömming und das gesamte Bücherwurm-Team in ihrem Geschäft positive Stimmung gegenüber Migranten. „Wir freuen uns, dass Pinneberg so weltoffen “, sagt sie. Sie könne sich auch künftige Kooperationen mit dem Diakonieverein vorstellen.

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