Frauenchor bringt den Ratssaal zum Klingen

<strong>Gelungenes Sommerkonzert: </strong>Der Frauenchor Pinneberg stimmt sich gemeinsam mit Chorleiter Christoph Schlechter (rechts) ein. <foto>fko</foto>
Gelungenes Sommerkonzert: Der Frauenchor Pinneberg stimmt sich gemeinsam mit Chorleiter Christoph Schlechter (rechts) ein. fko

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27. Juni 2013, 01:14 Uhr

Pinneberg | Der Frauenchor Pinneberg der Volkshochschule präsentierte sich am Sonntagabend vor dem vollen Ratssaal mit seinem Sommerkonzert zu dem Thema "Musikalische Reise" unter neuer Leitung: Kirchenmusiker Christoph Schlechter ist seit diesem Halbjahr der neue Dirigent. Pianist Gerd Jordan, der beim letzten Konzert kurzfristig ausfiel, war wieder dabei und unterstützte den Chor klanggewaltig am Klavier.

Die Idee zu dem neuen Programm kam den Chordamen bei ihrer gemeinsamen Reise, wo sie feststellen mussten, dass einige beliebte Repertoirelieder nicht mehr ganz so leicht von der Hand gingen und dringend einer Auffrischung bedurften. Zu den Lieblingen zählten unter anderem Volksliedklassiker von Johannes Brahms, wie etwa "Wenn ich ein Vöglein wär" oder "Es waren zwei Königskinder". "Schwere, dichte Texte, aber schöne Texte", kommentierte Schlechter die Auswahl. Aus der geistlichen Musik wählte der Chor Felix Mendelsohn-Bartholdys "Hebe deine Augen auf" und als Highlight das schwierige "La Speranza" von Gioacchino Rossini. Auch die zwei Gospellieder "Rock my Soul" und "Swing low, sweet Chariot" waren dabei. Zunächst dynamisch etwas monoton und unsicher steigerte der Chor sich rasant zu Klangdichte und Stimmsicherheit, meisterte die leichten homophonen Sätze genauso wie die komplizierten Partituren.

Den krönenden Abschluss bildete ein Medley ganz nach dem Motto des Abends: Von der "Pont dArvignon" zum "Frühling in San Remo" über die rote Sonne, die bei "Capri im Meer versinkt" zu den "Banks of Sacramento" ging der Chor auf eine musikalische Weltreise, die mit Leonard Bernsteins "West Side Story"-Klassiker in Amerika endete. Stand der Chor zuvor manchmal etwas steif, so kam jetzt wirklich in jedes Chormitglied Bewegung und spätestens bei "Wien, nur du allein" war auch das Publikum glücklich am Schunkeln. Als Zugabe gab es noch einmal "Die Capri-Fischer" und "I like to be in America" sowie auf Publikumswunsch das recht anzügliche "Vom Naschen" von Wolfgang Amadeus Mozart, der Schelm.

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