Ausstellung : Frauenakte und Landschaften im Nebel

<p>Die Pinnebergerin Mouna Ramcke stellt in der Rathauspassage aus. Foto: Heiderhoff</p>

Die Pinnebergerin Mouna Ramcke stellt in der Rathauspassage aus. Foto: Heiderhoff

Mouna Ramcke zeigt neue Bilder, bei denen ihr van Gogh als Inspirationsquelle diente.

shz.de von
15. Mai 2018, 12:32 Uhr

Pinneberg Karstige Naturlandschaften mit Sonnenuntergängen und filigran gezeichnete Frauenkörper mit üppigen Kurven sind in  Werken Mouna Ramckes zu sehen. Die Pinneberger Künstlerin hat 32 neue Bilder in ihrer Galerie in der Rathauspassage ausgestellt. Die Landschaften und Aktbilder erinnern entfernt an die Künstler Emil Nolde, Vincent van Gogh, Amedeo Modigliani und William Turner. „Ich habe deren Themen aufgegriffen“, erläutert  Ramcke. Die Bilder tragen jedoch die eigene Handschrift der Französin. Van Gogh und Nolde dienten ihr lediglich als Inspirationsquelle. Die Pinnebergerin eröffnete erst vor drei Wochen ihre Ausstellung, in der sie sich vor allem  mit dem Klimawandel auseinandersetzt. Doch die zuvor gezeigten Werke mit Titeln wie „Mein Name ist Erde, rettet mich“ tauschte sie nun aus. „Ich möchte immer neue Spannung in meine Galerieräume bringen“, erläutert sie.

Mit ihren ausdrucksstarken, atmosphärischen Bildern ist dies Ramcke gelungen. Die Künstlerin hat in ihren Werken nicht nur Sonnenuntergänge an der Nordsee, sondern auch  Naturimpressionen aus ihrer französischen Heimat festgehalten. Auch  Modigliani  inspirierte Ramcke. Ihre Frauen-Figuren weisen ebenfalls üppige Proportionen auf, wirken aber femininer als Modiglianis Frauenakte.

Bei von Turner inspirierten Bildern arbeitete Ramcke mit verschiedenen Schichten. „Die Öl-Technik des Auftragens ist aufwendig“, sagt sie. Mouna Ramcke wartet bei diesem Verfahren häufig eine Woche, bis sie die nächste Schicht aufträgt. Einige Bilder der Französin entfalten dabei eine ganz eigene  Wirkung. „Wenn sich morgens der Nebel entfaltet, wirken Landstriche häufig ganz fantastisch“, erläutert die Künstlerin.

Die Bilder der Französin in ihrer „Galerie auf Zeit“  (ehemalige Geschäftsräume von Bonita) sind so lange zu bewundern, bis ein neuer Mieter die Räume in der Passage, Friedrich-Ebert-Straße 31, bezogen  hat. Wer sich für die Ausstellung interessiert, kann sich bei der Künstlerin unter Telefon (04101)   69 36 21 und unter aqua-art@t-online.de melden.

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