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Tragisches Unglück in Pinneberg : Frau stirbt drei Tage nach Sturz aus Lift

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Der Unfall ereignete sich in einem Pinneberger Hochhaus. Nach Aussage des Vermieters funktioniert der Fahrstuhl jedoch einwandfrei.

shz.de von
erstellt am 26.Okt.2015 | 10:00 Uhr

Pinneberg | Tragischer Unfall in einem Pinneberger Hochhaus: Beim Sturz aus einem Aufzug hat sich eine Bewohnerin (79) vor Kurzem den Oberschenkelhals gebrochen. Drei Tage später starb sie in einer Klinik.

Mittwoch, 14. Oktober: Die Seniorin fährt mit einem Lift in der Hochhaussiedlung am Pinneberger Hindenburgdamm gen Keller. Kurz bevor der Fahrstuhl im Untergeschoss ankommt, soll er sich nach Angaben von Nachbarn geöffnet haben – gut 30 Zentimeter oberhalb der Bodenschwelle. Die Frau sei aus dem Lift gestürzt und habe sich den Oberschenkelhals gebrochen. Gudrun und Jürgen Tafelmeier eilt ihr zur Hilfe. „Gegen 15.30 Uhr klingelt eine Nachbarin bei uns an der Tür und sagte ganz aufgeregt, dass eine Frau im Keller liege und wir doch helfen mögen“, sagte Gudrun Tafelmeier – gelernte Krankenschwester – im Gespräch mit dem Pinneberger Tageblatt. Sie sei daraufhin mit ihrem Mann in den Keller geeilt und habe die Verunglückte in deren Wohnung gebracht. Zudem hätten sie umgehend einen Krankenwagen gerufen. Rettungskräfte hätten die Verletzte wenig später in eine Klinik gefahren.

Dass der Aufzug nicht korrekt funktionierte, soll kein Einzelfall gewesen sein. „Ich bin auf dem Weg in die Tiefgarage selbst fast gestürzt. Dieses Mal öffnete der Fahrstuhl die Türen viel zu weit unten“, erinnerte sich Jürgen Tafelmeier. Ein weiterer Nachbar, Willi Bartz, hat gar Angst, den Aufzug zu benutzen. Er habe den Vermieter bereits darüber informiert, dass die etwa 40 Jahre alten Fahrstühle nicht funktionierten. Doch nichts sei passiert.

Seit vergangenem Mittwoch hängt nun ein Schild an der Aufzugtür im Erdgeschoss: „Arbeiten am Fahrstuhl“. Aber Handwerker seien bis Ende vergangener Woche nicht zu sehen oder zu hören gewesen, berichten Nachbarn. Sie wüssten nur, dass der Lift nach dem tragischen Unglücksfall vom Hausmeister stillgelegt worden war.

Das bestätigt der Vermieter, die Vonovia SE. „Wir haben keinen Hinweis darauf, dass der Fahrstuhl nicht sachgemäß funktioniert hat, da im Vorfeld alle Wartungen ordnungsgemäß durchgeführt wurden und der Aufzug vor und nach dem Unfall ohne Einschränkungen funktioniert hat“, teilte Nina Henkel, Sprecherin von Vonovia auf Nachfrage dieser Zeitung mit. Der Lift solle nun repariert werden. Henkel ergänzte: „Wir bedauern diesen tragischen Unfall und den Tod der Mieterin sehr.“

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