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Projektwoche im Kindergarten : Forschen für einen Feiertag

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Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Stolze 64 Diplome und sechs Teilnahme-Bescheinigungen wurden am Ende der Projektwoche ausgehändigt.

Tangstedt | Hier ein Pulver, dort Wasser, viele Becher und noch mehr Strohhalme: Im Tangstedter Markus-Kindergarten sind wieder kleine Forscher am Werk gewesen. Stolze 64 Diplome und sechs Teilnahme-Bescheinigungen wurden am Ende der Projektwoche ausgehändigt.

„Wollen wir zusammen feiern?“ lautete die Überschrift auf einem großen Plakat, das zum Start des Themas aufgehängt wurde. Darauf zu sehen ist der Aufriss eines Hauses, in dem in jedem Zimmer Menschen zusammen ein Fest feiern, „Das Thema wurde vom Haus der kleinen Forscher gewählt, weil sie dieses Jahr ihr zehnjähriges Bestehen feiern“, erklärte die Tangstedter Kindergarten-Leiterin Magitta Wallschläger.

Und so machten sich die Kinder daran, aufzulisten, zu welchen Anlässen gefeiert wird. Daran schloss sich die Frage an: Was braucht man denn zum Feiern? Zum Beispiel Musik, ein leckeres Getränk, Spiele und zum Abschluss ein Feuerwerk. Damit startete die Experimentierphase, die Projektleiterin Monika Rump sorgfältig vorbereitet hatte.

„Als Musikinstrumente dienten einfache Plasikröhren in unterschiedlichen Längen“, erläuterte sie. Klopfe man diese in die Handinnenfläche, entstünden verschiedene Töne. „Aber nur, wenn das Ende nicht zugehalten wird – das stellten die Mädchen und Jungen ziemlich schnell fest“, berichtete Rump. Röhren derselben Länge hätten dabei die gleiche farbige Markierung gehabt. „Am Schluss konnten wir zusammen ,Happy Birthday‘ damit intonieren“, sagte die Projektleiterin.

Spritzige Getränke stellten die Kinder dagegen mit Natron, Zitronensäure und Wasser her. „Auszuprobieren, wie viel von welcher Zutat welches Ergebnis ergibt, war spannend“, sagte Rump. Es habe sie sehr beeindruckt, mit welchem Eifer die Kinder ans Werk gegangen seien.

Stolze 64 Diplome und sechs Teilnahme-Bescheinigungen wurden am Ende der Projektwoche ausgehändigt.
Monika Rump (l.) und Magitta Wallschläger freuten sich über die emsigen Tüftler. Foto: Springer
 

Die Raketen fürs Feuerwerk entstanden mit Hilfe von Filmdosen, Brausetabletten, Wasser und weiteren Zutaten. „Wird die Dose verschlossen, ist der Druck irgendwann so groß, dass sie in die Luft steigt und sich mit einem lauten ,Plopp‘ öffnet“, erklärte Rump. Welche Mischung am Besten funktioniert, wurde intensiv getestet, berichtete die Pädagogin.

„Der Arbeitsaufwand ist zwar hoch, aber wir legen als Einrichtung großen Wert darauf, dass Projekten dieser Art ein großer Stellenenwert beigemessen wird“, betonte Wallschläger. Wie auch sonst im Kindergartenalltag würden die Kinder in die Entscheidungen miteinbezogen, etwa was die Auswahl der Experimente betreffe.

„Es ist wichtig, dass Kinder lernen, Entscheidungen selbstständig zu treffen – und dann auch dabei zu bleiben“, sagte die Leiterin. Dass dies schon bei den kleinsten Teilnehmern gut klappt, bemisst Wallschläger daran, dass sogar vier zweijährige Krippenkinder am Ende ihr Diplom erhielten.

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erstellt am 30.Jun.2016 | 16:00 Uhr

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