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SPD Halstenbek : Forderung nach bezahlbarem Wohnraum

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Bürger und Flüchtlinge nicht gegeneinander ausspielen. Lob an die Verwaltung. Warnung vor „Rechten der AfD“.

Halstenbek | „Es ist zwingend erforderlich, in den sozialen Wohnungsbau kreisweit verstärkt einzusteigen. Bereits ab 2016 ist damit zu rechnen, dass wir etwa 2000 dieser Wohnungen hier brauchen. Prognostiziert wird eine Quote von zehn Wohneinheiten pro 1500 Einwohner. Das bedeutet für Halstenbek etwa 120 Wohneinheiten.“ Die Zwischenbilanz der Halstenbeker Bürgermeisterin Linda Hoß-Rickmann zur Lage der Flüchtlinge im Land sowie vor Ort lässt Halstenbeks SPD-Fraktionschef Christoph Bittner aufhorchen. Er fordert, „Bürger und Flüchtlinge nicht gegeneinander auszuspielen und zügig bezahlbaren Wohnraum zu schaffen.“

Damit sieht sich Bittner mit dem steten Hinweis seiner Partei auf unbezahlbare Mieten bestätigt, die „für viele Bürger bis weit in die Mittelschicht hinein“ gelten würden. Und die deshalb aus Halstenbek wegziehen müssten. „Vor der Sommerpause waren sich noch Verwaltung und die anderen Fraktionen darin einig, dass die Schaffung von bezahlbarem genossenschaftlichem Wohnraum kein schnell umzusetzendes Ziel sei. Gegen die Stimmen der Sozialdemokraten wurde dieses Thema um zwei Jahre vertagt. Eine Fehlentscheidung“, betont Bittner in einem offenen Schreiben.

Bestätigung für die Hartnäckigkeit habe Bittner während der jüngsten Ratssitzung bekommen: Auf seine offizielle Anfrage an Bürgermeisterin Hoß-Rickmann: „Wie möchten Sie verhindern, dass Flüchtlinge mit den bereits länger in Halstenbek lebenden Menschen um die wenigen vorhandenen geförderten Wohnungen konkurrieren?“ antwortete die Rathauschefin: „Die Position der Verwaltung hat sich verändert. Die Schaffung von zusätzlichem bezahlbarem Wohnraum ist künftig ein vordringliches Ziel.“

Hierzu erklärte Christoph Bittner: „Wir müssen nun endlich das Problem der Verdrängung vieler Gering- und Normalverdiener aus Halstenbek lösen und genug bezahlbaren Wohnraum schaffen, um zu verhindern, dass Flüchtlinge mit den Halstenbeker Bürgern um die wenigen Sozialwohnungen konkurrieren. An dieser Stelle würde die Willkommenskultur nachhaltig Schaden nehmen. Dies wäre Wasser auf die Mühlen der Rechten von der AfD.“

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erstellt am 07.Okt.2015 | 14:00 Uhr

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