Ausflüge ins Baumschulland : Förderverein organisiert Touren zu grünen Perlen im Kreis Pinneberg

Attraktive Ziele im Grünen: Pinnebergs Bürgermeisterin Urte Steinberg (parteilos) und Frank Schoppa präsentieren neue Ausflüge ins Pinneberger Baumschulland.
Attraktive Ziele im Grünen: Pinnebergs Bürgermeisterin Urte Steinberg (parteilos) und Frank Schoppa präsentieren neue Ausflüge ins Pinneberger Baumschulland.

Naherholung: Lobbyarbeit für die Region soll intensiver werden.

shz.de von
20. Juni 2017, 14:00 Uhr

Pinneberg | Dass die Lüneburger Heide einen Ausflug wert ist, wissen viele. Doch in den Kreis Pinneberg? Die Region hat das Image einer grauen Maus. Dabei hat sie viel Grün zu bieten, ist der Förderverein Kulturlandschaft Pinneberger Baumschulland überzeugt. Er hat für diesen Sommer vier neue Touren geplant, mit denen er Teilnehmern die Schönheit des Baumschullands näherbringen will. Im kommenden Jahr sollen es dann zwölf Veranstaltungen sein.

Im Förderverein Kulturlandschaft Pinneberger Baumschulland haben sich Gebietskörperschaften wie Kommunen, Vereine, Verbände sowie die Baumschulwirtschaft mit dem Ziel zusammengeschlossen, die mehr als 250 Jahre alte Kulturlandschaft im Pinneberger Umland zu erhalten, zu pflegen und weiterzuentwickeln. Dazu gehört auch die touristische Erschließung. Der Verein arbeitet eng mit der Metropolregion und Hamburg zusammen, um die Region für die Naherholung attraktiver zu machen.

Gestern Mittag präsentierten Frank Schoppa, Vorsitzender des Fördervereins und Landesgeschäftsführer des Bunds deutscher Baumschulen (BDB), sowie Pinnebergs Bürgermeisterin Urte Steinberg (parteilos) die Reihe. „Wir könne stolz sein auf unsere Kulturlandschaft. Und ich freue mich, dass zwei der Touren in Pinneberg starten“, sagte Steinberg. Die neuen Touren dienen der Lobby-Arbeit für das Baumschulland. „Die Leute kennen die Lüneburger Heide und das Alte Land. Mit den Touren wollen wir auch das Baumschulland bekannt machen“, sagte Schoppa.

Seestermüher Barockgarten: Am Freitag, 23. Juni, treffen sich die Teilnehmer um 14 Uhr auf Gut Seestermühe, Schulstraße 15, in Seestermühe. Etwa zwei Stunden lang dreht sich alles um die Doppel-Allee mit Lindenbäumen. „Der Barockgarten mit der Allee ist eine kulturelle Perle. Leider ist die Allee in einem schlechten Zustand“, sagte Schoppa. Der Förderverein engagiere sich für den Erhalt. Die etwa 700 Meter lange Allee wurde vom Schleswig-Holsteinischen Heimatbund 2010 zur schönsten in privatem Besitz gewählt. Besonderes Kleinod ist ein Teehaus. Eine Anmeldung ist bis heute möglich.

Radtour durch das Baumschulland: Am Freitag, 14. Juli, bietet der Förderverein eine Radtour an. Treffpunkt ist um 14 Uhr die Schalterhalle des Bahnhofs in Pinneberg. Die Fahrt geht durch den Fahlt, über die Tangstedter Straße und den Wiesenweg am Rande der Pinnauniederung sowie zur Kleinen Twiete in Tangstedt, wo eine halbstündige Führung durch eine Baumschule geplant ist. Weiter geht es an Baumschulkulturen vorbei durch Ellerbek und weiter nach Rellingen, wo es eine weitere, etwa einstündige, Führung gibt. Durch das Rellinger Baumschulland geht es zurück zum Bahnhof in Pinneberg. Die Tour ist etwa 25 Kilometer lang und dauert vier Stunden. Eine Anmeldung bis zum 11. Juli ist nötig.

Wanderung im Baumschulland: Am Freitag, 1. September, startet um 10.45 Uhr am Pinneberger Bahnhof eine Wandergruppe. Sie fährt um 10.58 Uhr mit dem Bus zur Haltestelle Kiemoorweg in Tangstedt. Nach dem Besuch einer Baumschule führt die Wanderung auf ruhigen Straßen in Tangstedt und Ellerbek sowie an einem Forst entlang zu einem weiteren Betrieb in Rellingen. Dort ist eine 45 Minuten lange Führung geplant. Wer möchte, kann mit dem Bus von der Schulstraße in Egenbüttel nach Pinneberg fahren. Alle anderen führt der Wanderleiter über Rellingen an Baumschulen vorbei durch den Fahlt zum Bahnhof. Die Ankunft ist für 18 Uhr geplant. Die Strecke ist zwölf Kilometer lang. Anmeldungen sind bis zum 29. Juli möglich.

Friedhof Rellingen: Für Freitag, 22. September, hat der Förderverein eine geführte Entdeckungstour über den Rellinger Friedhof organisiert. Los geht es um 14 Uhr am Eingang, Hamburger Straße 24. Während der Führung geht es um die Geschichte des Friedhofs, um Bestattungskultur und um die Bedeutung als kommunale Grünanlagen. „Der Rellinger Friedhof hat eine der längsten Traditionen in Hamburg und Umgebung. Schon seit 500 vor Christus wurden hier Bestattungen vorgenommen“, heißt es in einem Veranstaltungsflyer. Anmeldungen sind bis zum 19. September möglich.

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