zur Navigation springen
Pinneberger Tageblatt

17. August 2017 | 12:07 Uhr

Förderung der Zukunftswerkstatt

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Bruno-helms-StiftungGemeinschaftsschule an der Bek erhält 4000 Euro für Schreibprojekt / Fokus: Persönlichkeitsentwicklung

Horrorszenarien mit Donald Trump, Reisen in die Zukunft und Gespräche mit dem Stimmen-Gott: 15 Schüler der Halstenbeker Grund- und Gemeinschaftsschule An der Bek haben an einer Schreibwerkstatt teilgenommen. Kinder- und Jugendbuchautor Dirk Walbrecker erarbeitete mit den Siebt- und Achtklässlern facettenreiche Zukunftsgeschichten, bei denen jeder Schüler seiner Fantasie freien Lauf ließ. Die Nachwuchsschriftsteller boten ihren Mitschülern eine beeindruckende Kostprobe ihres Könnens.

Die Bruno-Helms-Stiftung finanzierte das einwöchige Projekt mit über 4000 Euro komplett. „Wir möchten, dass die Schüler sich im Schreiben und Darstellen ohne Leistungsdruck ausprobieren können“, erläuterte Beate Büchner von der Helms-Stiftung.


Unglaublich hohe Resonanz


Die umsichtigen Helfer finanzierten das Projekt bereits im vergangenen Jahr an der Ernst-Barlach-Gemeinschaftsschule in Wedel. Der Wuppertaler Autor begleitete dieses Projekt ebenfalls. „Die Resonanz war dort unglaublich gut, so dass wir uns entschlossen haben, die Werkstatt auch an einer Halstenbeker Schule anzubieten“, sagte Büchner.

Schulleiter Alexander Grote ließ sich nicht lange bitten und nahm das Angebot dankend an. „Die Helms-Stiftung ist für uns schon seit vielen Jahren ein guter, verlässlicher Partner“, freute sich Grote. Sie habe in vielerlei Hinsicht geholfen, das kulturelle Leben an der Schule zu fördern sowie Jugendliche in ihrer Persönlichkeitsbildung zu stärken. Die Helms-Stiftung unterstützte die Schule zudem erst jüngst beim „Ernährungsführerschein“.

Wie baut man Geschichten auf? Wie entwickelt man Charaktere? Wie baut man Spannung auf? Wie vertieft man ein Thema? Walbrecker bildete die Literatur begeisterten Schüler während der ersten zwei Tage zu passablen Schreibern aus. „Die 15 Teilnehmer der siebten und achten Klassen entfalteten sich zu einer kreativen, homogenen und vitalen Arbeitsgruppe“, lobte der Autor. Es habe eine „tolle Arbeitsatmosphäre“ bestanden. Das Ergebnis, teilweise sogar kunstvoll illustrierte Geschichten, präsentierten sie in der Aula.

Die Schüler erarbeiteten unterschiedlichste Zukunftsaspekte zu ökonomischen, ökologischen und sozialen Themen. Sie konstruierten mitunter futuristische Science-Fiction-Ansätze. Malins Geschichte „My dream and me“ handelte von einem Mädchen, das einschläft und in der Zukunft aufwacht. Dort versucht sie, die stetig wachsende Umweltverschmutzung zu stoppen. „Es war toll, dass wir hier ohne Druck gearbeitet haben“, sagte die 13-Jährige.

Jamie (12) gefiel es, professionell an die Thematik herangeführt zu werden. „Wir haben bei der intensiven Zusammenarbeit alle W-Fragen besprochen“, so Jamie. Sie entwickelte in der Geschichte „Meine inneren Stunden“ ein Gespräch zwischen zwei Stimmen. Eine Stimme forderte die andere auf, sich in die Zukunft zu begeben. „Die Ansätze sind verschieden, die Autoren können ihre Kreativität anders entfalten als im engen Lehrplan des Deutsch-Unterrichts“, erläuterte Walbrecker. Beim Vorhaben handelte es sich um ein in die Zukunft weisendes Vorhaben. „Die Schüler verknüpften sprachliche Kompetenzen mit Kreativität“, bilanzierte der Schulleiter. Wenn zwei Felder verbunden würden, komme zumeist etwas Besonderes heraus. Die Publikationen sollen auf der Schul-Homepage erscheinen.

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen